Die SG Kenn ist derzeit gut unterwegs und hat sich auch in Ehrang auf den letzten Metern quasi den einen Punkt noch ergattert.
Co-Trainer Louis Welter frohlockte: „Chris Weingärtner hat uns erneut mit drei überragenden Paraden den Punkt festgehalten. Mit etwas mehr Glück hätten wir das Spiel am Ende sogar noch gewinnen können – die Chancen dafür waren definitiv da. Unterm Strich war das Unentschieden aber verdient.“ Ähnlich wie im Vorjahr, als die Moselaner mit einer grandiosen Aufholjagd doch noch in der A-Klasse verblieben, haben die Spieler von Andreas Schneider und seines Co. Welter noch kein Spiel verloren nach der Winterpause und aus den drei Partien schon sieben Punkte gesammelt. Das ist auch das Credo für Kanzem. „Gegen einen Mitkonkurrenten wollen wir weiter erfolgreich Fußball spielen und dreifach punkten. Doch wir wissen um die Stärken des Gegners, der mit dem 3:2-Sieg gegen Saarburg nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht hat. Wir müssen 100 Prozent investieren“, weiß Welter um einen knackigen Fight, der den Vereinigten aus Kenn, Fell, Riol und Longuich gegen Kanzem bevorsteht. Im Hinspiel siegte Kanzem knapp mit 2:1. Carsten Vogel drückte acht Minuten vor Schluss die Kugel mit einem Innenpfostenschuss aus 16 Metern über die Linie. Der Achtungserfolg gegen den vormaligen Dritten aus Serrig und Saarburg dürfte auch bei den Gästen für mentalen Aufwind sorgen. „Kenn hat gut gepunktet in den letzten Wochen, ich erwarte einen echten Krimi im Abstiegskampf. Bereits das Hinspiel war ein enges Ding, ich erwarte auch am Sonntag ein weitgehend ausgeglichenes Spiel. Ein Punkt wäre okay, ein Dreier dagegen sehr viel mehr wert. Wir brauchen 30 Punkte zum Klassenerhalt“, rechnet Kanzems Trainer Carlo Müller vor. Die drei dafür benötigten Siege möchte man unbedingt zeitnah holen, am besten in Fell damit anfangen. Valentin Cramer laboriert an einer Knieverletzung. Nach Verletzung ist dagegen Marco Jäger wieder voll einsatzfähig. Geht es nach Müller, sollten auch Tino Wischnewski und Joel Weber wieder bereit stehen. Kenns Co-Trainer Louis Welter hat die Sinne geschärft und erwartet gegen Kanzem ein extrem anstrengendes und intensives Spiel, bei dem es ausschließlich gegen den Abstieg geht. „Am Sonntag steht das nächste wichtige Spiel gegen die SG Kanzem vor der Tür. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen sind wir gut gestartet und wollen im nächsten Abstiegsduell die nächsten drei Punkte einfahren. Im Hinspiel mussten wir uns unglücklich mit 1:2 geschlagen geben – im Rückspiel wollen wir es diesmal besser machen. Die SG Kanzem hat mit dem überraschenden Sieg gegen Serrig gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt. Daher erwarten wir einen unangenehmen Gegner und ein kampfbetontes Spiel.“ Lasse Bartnick fehlt urlaubsbedingt, dafür ist Tony Franzen wieder gesund zurück im Kader. Ob Carsten Reis rechtzeitig fit wird, ist derzeit noch offen.
Fell, Sonntag, 12.4., 14.45h
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
