Fünf Punkte vor den direkten Abstiegsplätzen stehend, hilft der SG Saartal II vor den direkten Duellen in wenigen Wochen jeder Punkt. Kann man einen solchen – oder mehr – gegen den Tabellendritten aus Konz verbuchen?

Der SV Konz gewann nach dem Remis im Nachholspiel gegen die SG Zewen II mit 4:0 gegen den FSV Trier-Kürenz. Ein Erfolg, der vom Tabellendritten erwartet werden durfte, aber auch einer, der das aktuelle Problem des Absteigers zeigt. „Wir müssen einfach geduldiger spielen. Es muss egal sein, ob wir schon in der zehnten oder erst in der 80. Minute das 1:0 schießen. Wir sind offensiv stark genug besetzt und werden immer unsere Chancen bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass wir blind angreifen dürfen. Daran werden wir weiter arbeiten“, erklärt Konz-Coach David Kwast. 

Eine Geduldsprobe könnte die Partie gegen die SG Saartal II darstellen. Die Zweitvertretung kämpft wie Kürenz um den Klassenerhalt und ist bekannt für ihre Kompaktheit. Diese stellten die Saartaler auch am letzten Wochenende zur Schau, als man gegen den Spitzenreiter aus Trier-Euren lange Zeit mithielt und erst in der zweiten Hälfte das erste Gegentor kassierte. Am Ende stand eine Niederlage, bei der die Leistung zwar stimmte, aber keine Punkte für den Klassenerhalt verbucht wurden. 

Dabei wäre Zählbares für die Saartaler wichtig, deren Vorsprung auf die Abstiegsränge derzeit noch fünf Punkte beträgt. Ein komfortables, aber sicherlich nicht ausreichendes Polster. Zumal nach Konz mit Wincheringen gleich das nächste Topteam der Liga wartet, ehe es gegen die direkten Konkurrenten aus Zewen und Kürenz geht. Alle Punkte, die bis dahin den Weg auf das SGS-Konto finden, würden den Druck aus diesen Partien nehmen. Und von Punkten war man bei der 3:1-Hinspielniederlage nicht so weit entfernt.

Will man punkten, müssen laut Saartals Trainer Erhard Gross einige Situation anders laufen: „ Wir standen über weite Strecken unter großem Druck, haben zu viele Fehler gemacht und uns dadurch selbst geschwächt. Die rote Karte für unseren Keeper hat die Situation zusätzlich verschärft. Genau diese Dinge dürfen uns diesmal nicht passieren.“

Trotz der klaren Außenseiterrolle, hofft Gross auf eine – wie in der Vorwoche – gute Leistung seiner Elf. Denn Zählbares wird dringend benötigt: „Entscheidend wird sein, dass wir uns auf unsere eigenen Stärken besinnen und an die disziplinierte Defensivleistung aus dem Spiel gegen Trier Euren anknüpfen. Dort haben wir als Mannschaft kompakt gearbeitet und dem Gegner nur wenig Raum gelassen – genau das wird auch gegen Konz der Schlüssel sein. Wir gehen erneut als Außenseiter in die Partie, wissen aber, dass wir unsere Chancen haben. Wenn wir geschlossen auftreten, unsere Fehlerquote gering halten und die nötige Intensität auf den Platz bringen, können wir das Spiel offen gestalten. Wir brauchen die Punkte und wollen uns Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller herausarbeiten. Dafür werden wir alles investieren. Es ist ein Derby auf heimischem Platz – und solche Spiele will man gewinnen. Wenn wir die Kompaktheit, den Einsatz und die mannschaftliche Geschlossenheit aus dem letzten Spiel mitnehmen, werden wir es Konz alles andere als leicht machen.“

Schoden, Sa., 21.03., 15.00h

Foto: Archiv/Alfred Weinandy