Wenn sich mit der DJK St. Matthias II und dem SV Olewig zwei Trierer Mannschaften gegenüberstehen, geht es für beide um wichtige Punkte. Denn während die Hausherren schon ihre Vorjahres-Punktzahl übertreffen können, wollen die Gäste trotz Personalnöten den Anschluss an die Spitzengruppe halten.

2022/23 als Spitzenreiter aus der D-Klasse aufgestiegen, feierte die DJK St. Matthias Trier II in der Folgesaison direkt den Aufstieg als Tabellenzweiter. Erst in der B-11 bekam die Euphorie der DJK-Reserve einen Dämpfer: In der Spielzeit 2024/25 kämpfte man lange Zeit um den Klassenerhalt und sicherte sich diesen letztendlich auf Rang zwölf mit 21 Punkten. Zur Wahrheit gehört jedoch, dass die Mattheiser dabei auch vom Rückzug der Filzener und der Personalnot der SG Obermosel profitierten. Entsprechend niedrig schraubte die Zweitvertretung die Erwartungen für die neue Spielzeit, in welcher der Fokus erneut auf dem Klassenerhalt liegen sollte. Und dieser ist in dieser Saison bereits nach 15 Spielen greifbar nah. 

Gleich am ersten Spieltag setzte Matthias mit dem 2:4 beim Vorjahresdritten Könen ein Ausrufezeichen, legte gegen die SG Hochwald II ein 4:1 nach und ließ dann zwei Remis folgen. Ein perfekter Start, den man im weiteren Saisonverlauf in gewisser Weise bestätigte. Das Ergebnis: eine stabilere Defensive, eine gefährlichere Offensive und mit 20 Punkten eine Ausbeute, die für den neunten Tabellenplatz reicht. Dabei wäre sogar noch mehr möglich gewesen, hätte man das derzeitige Tief schneller verlassen. So wartet die DJK-Reserve bei zwei Niederlagen in Folge und zwei Zählern aus den letzten fünf Spielen noch immer darauf, die Vorjahres-Marke einzustellen oder zu überbieten. Im kommenden Spiel würde für Ersteres bereits ein Punkt reichen. 

Einfach wird dieser aber nicht zu gewinnen sein, denn mit dem SV Trier-Olewig wartet eine Mannschaft, die nach dem 1:1 im Hinspiel nun am liebsten dreifach punkten möchte. Dafür ist vom SVO, der seit Wochen mit personellen Problemen kämpft und den Spieltagskader regelmäßig mit Spielern der A-Jugend und der zweiten Mannschaft auffüllen muss, ein weiterer Kraftakt gefragt. Zuzutrauen ist dieser den Olewigern, denn die Elf von Denys Surma bewies nach dem durchwachsenen Saisonstart Kampfgeist und Durchhaltevermögen. 

So verbuchte der SV trotz der langen Ausfallliste konstant seine Punkte, unterlag in den letzten sieben Spielen nur der SG Zewen II und feierte zuletzt Siege gegen Kürenz und Saartal II. Dank der verbesserten Ausbeute rangieren die Olewiger mittlerweile auf Rang vier und liegen nur noch vier Punkte hinter dem Zweitplatzierten Konz zurück. Legt der SVO in Trier-Feyen nun einen Dreier nach, startet man auf einer Position ins neue Jahr, von der alles möglich ist. 

Personalleiden kennt man auch in Trier-Feyen, denn auch die DJK geht laut Coach Sebastian Wahlen seit geraumer Zeit „auf dem Zahnfleisch“. Während die Olewiger Ihre Lage weiter verbessern sollen, geht es für die DJK St. Matthias Trier II darum, das Jahr mit einem positiven Erlebnis vor heimischer Kulisse abzuschließen. Gelingt das, könnte die DJK in der oberen Tabellenhälfte überwintern – ein Quantensprung im Vergleich zur Vorsaison, der für die gute Entwicklung der Mannschaft und im Verein spricht. Klar ist: Trotz der bisher guten Leistungen in dieser Saison und des Heimrechts ist man gegen den SV Trier-Olewig – statistisch gesehen – der Außenseiter. Ausschlaggebend war dies für die Mattheiser im Hinspiel aber nicht und auch Olewigs Coach Surma erwartet beim Gastspiel einen Gegner auf Augenhöhe. Beste Bedingungen also für ein stadtinternes Derby, in dem beide Mannschaften nochmals ihre Qualität unter Beweis stellen wollen.

Trier-Feyen, So., 23.11., 13.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes