Die Partie in Feyen kommt einem Spitzenspiel gleich. Dass die Mattheiser so weit oben platziert sind, davon konnte man ausgehen.
Dass ein vierter Platz für die Hochwälder nach 15 Spieltagen in deren Vita steht, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Es gab Wochen, da hatte der TuS regelmäßig mit seinem schmalen Personal zu kämpfen und hangelte sich von Spiel zu Spiel. Nun haben sich die Schillinger aber in den Top Vier etabliert und eine beeindruckende Konstanz gezeigt. Vier Siege am Stück lassen aufhorchen. Und vor der 0:1-Niederlage in Waldweiler war die Mannschaft von Gerd Morgen auch schon drei Partien unbesiegt bei sieben Punkten, die sie daraus zogen. Das Selbstvertrauen dürfte bei den Hochwäldern auf einem Höchststand angekommen sein. „Wir haben uns vor allem defensiv enorm stabilisiert und verteidigen jetzt auch die Standards auf gutem Niveau. Allein, was Sebastian Breit da hinten rausköpft und bereinigt, ist bemerkenswert. Marius Becker ist als Torwart eine Bank. Die DJK St. Matthias ist aber noch mal eine andere Hausnummer. Sie überzeugt durch Spielfreude, Dynamik und offensive Stärke. Wir freuen uns auf das Spiel in Trier, wollen wieder leidenschaftlich verteidigen und taktisch diszipliniert agieren“, blickt TuS-Coach Gerd Morgen mit Vorfreude voraus. Der Trainerfuchs weiß, was seine Mannschaft in den letzten Wochen geleistet hat, dämpft aber eine allzu hohe Erwartungshaltung. „Bei aller Euphorie sollten wir die Kirche im Dorf lassen.“ Trotz Heimvorteil geht auch DJK-Trainer Ahmed Boussi mit Demut und Respekt in die Partie. „Schillingen ist mental stark, sie schießen oft späte Tore und werden aufgrund ihres hohen Durchschnittsalters oft unterschätzt. Sie wissen, wie man eine Führung verteidigt und Spiele auf seine Seite zieht. Da müssen wir auf den Punkt genau da und in allen Situationen gewappnet sein. Zumal wir aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen haben. In Schillingen sind wir über ein 1:1 nicht hinausgekommen, obwohl wir gefühlt 80 Prozent Ballbesitz hatten und viele Hochkaräter.“ Hinter den Einsätzen von Rubin Hassan, Robin Meyer, Ben Pies und Mathis Knopp (studienbedingt) stehen noch Fragezeichen.
TR-Feyen, Sonntag, 23.11., 15.30h
Foto: Archiv/Sandra Maes
