Dank einer starken Leistung des SV Bekond konnte die SG Kordel ohne Einsatz ihre alleinige Tabellenführung behaupten. Die gilt es nun zu verteidigen – gegen ebenjene Bekonder, die am letzten Spieltag noch Schützenhilfe gaben.
Der letzte Spieltag hätte für die SG Kordel kaum besser laufen können – und das, obwohl man gar nicht spielte. Verantwortlich dafür war der SV Bekond, der Thalfang einen Punkt abtrotzte und den Kordelern somit Luft an der Tabellenspitze verschaffte. Denn statt mit dem Primus an dessen spielfreien Wochenende gleichzuziehen, liegt die SG Thalfang/Berglicht nun zwei Punkte zurück und ist damit in Zugzwang. Kordel hat es am letzten Spieltag des Jahres damit in der eigenen Hand, ob man auf Rang eins überwintert und mit einem Polster in die Restrunde startet. Ein Szenario, für das ein Sieg notwendig sein dürfte.
Gut, dass der Spitzenreiter seit Anfang September nicht mehr zu stoppen war und zehn Ligasiege sowie einen Pokalsieg aneinanderreihte. Eine Serie, die im Jahr 2025 nicht mehr enden soll. Aber Vorsicht: Auch wenn die Favoritenrolle klar vergeben ist, darf man den SV Bekond nicht unterschätzen. Das bekam zuletzt nicht nur der Tabellenzweite, sondern auch Ruwertal II (1:2-Auswärtssieg) und Farschweiler (3:3) zu spüren. Und auch der SG Kordel dürfte der Bekonder Kampfgeist nicht unbekannt sein, teilte man sich doch nach einer 0:2-Blitzführung im Hinspiel noch mit 2:2 die Punkte.
Und auch dieses Mal traut Bekonds Coach Andreas Kiemes seiner Elf alles zu: „Kordel ist ein Gegner, der nach seinen zehn Siegen nur so vor Selbstbewusstsein strotzt. Man muss schauen, wie sie das spielfreie Wochenende überstanden haben. Im Hinspiel zeigten wir, dass wir uns nicht geschlagen geben und am Sonntag werden wir zu ihnen fahren, um noch mal alles rauszuhauen. Danach können sich unsere Jungs dann ihre wohlverdiente Pause gönnen und sich auskurieren.“
Christian Adams, Trainer der SG Kordel, will allerdings die Serie fortsetzen und hat Lehren aus dem Hinspiel gezogen: „Es war schon außergewöhnlich, dass wir im Hinspiel nach zwei Minuten mit 0:2 führten, doch über 90 Minuten gesehen hatte sich Bekond das 2:2 verdient. Gerade nach dem Gegentor spielten sie sehr gut nach vorne und hatte gefährliche Aktionen. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr vom Spiel, aber Bekond verteidigte es gut. Aus diesem Spiel können wir das ein oder andere mitnehmen. Gegen Thalfang ohne Gegentor zu bleiben, muss man auch erst mal schaffen. Wir stehen jetzt bei elf Siegen und wollen auch den zwölften einfahren. Wir erwarten aber einen starken Gegner, der defensiv stabil ist und auch offensiv Akzente setzen kann.“
Welschbillig, So., 23.11., 14.45h
