Im zweiten Spiel in Folge war der VfL Trier mit Fortuna im Bunde und zündete in der Nachspielzeit den Turbo, der zum schlussendlichen 2:1-Erfolg gegen Schweich führte.


Dabei war die Mosella nach 40 Minuten durch Tobias Marmann in Front gezogen, als es über die rechte Schweicher Angriffsseite über Alex Wenzel und Kenneth Harrow schnell nach vorne ging. Der VfL berappelte sich, kam in der 55. Minute zum Ausgleich. Eine Flanke von Simon Beiser drückte Luca Kirschweng mit einem Kopfball-Aufsetzer gegen die Laufrichtung des Torhüters ins lange Eck. „Der Treffer hat mich besonders gefreut, weil ein Außenverteidiger einem anderen Außenverteidiger aufgelegt hat“, sagte VfL-Coach Marco Neumann hinterher. Nach dem 1:1 besaß der VfL in einer Druckphase weitere Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Die hob sich dieser aber für die zweite Minute der Nachspielzeit auf, als Jon Rollo per Kopf eine Flanke von Raul Cosano Kreutzer zum 2:1-Siegtreffer ins lange Eck beförderte. Triers Trainer Marco Neumann fand lobende Worte. „Es ist schon verrückt, solche Spiele, wie letzte Woche gegen Pluwig und jenes von heute, mit so viel Adrenalin und Emotionen zu gewinnen. Dabei war es wieder das gleiche Muster: Wir gehen in Rückstand, trotz dass wir gut im Spiel waren, und zeigen dann wieder eine Riesenmoral. Wir haben weiter Fußball gespielt und sind mit viel Energie nach vorne gekommen. Wir können schon Sekunden nach der Halbzeit das 2:1 machen, nachdem Elias Blasius allein aufs Schweicher Tor zulief. Wir haben zum wiederholten Male bewiesen, dass wir nach Rückständen zurückkommen können, hatten natürlich auch ein bisschen Glück. Top war auch, das wir beliebig von der Bank wechseln konnten und jeder, der reinkam, sofort seine Leistung brachte. Nach dem 2:1 gab es kein Halten mehr.“ Mosella-Trainer Patrick Quary meinte, dass „ein Unentschieden auch in Ordnung gewesen wäre, der Sieg des VfL aber auch nicht komplett unverdient ist. Wir hatten ein paar gute Konterchancen. Es war eine ärgerliche Niederlage in einem schwierigen Spiel auf einem ungemütlichen Hartplatz auf Mariahof, auf dem ein geordneter Spielaufbau unmöglich war. Schade, dass wir die Flanke, die zum 2:1 geführt hat, nicht besser verteidigt haben“.