Nach der insgesamt fünften Saisonniederlage rückt das Ziel des FSV Salmrohr, auf direktem oder indirekten Wege in die Rheinlandliga zurückzukehren, in weite Ferne.




Nach der dritten Niederlage unter Trainer Rudi Thömmes beträgt der Rückstand zu Primus Tarforst bereits satte zwölf Punkte (nicht mit eingerechnet ist das Nachholspiel der Tarforster am Mittwoch gegen Schlusslicht Geisfeld, bei dem man klarer Siegfavorit ist). Auch gegen den freitäglichen Widersacher Mosella Schweich sind es bereits sieben Zähler Abstand. Mit dem achten Sieg in Folge unterstrich dagegen die Mosella ihre Rolle als erster Verfolger von Spitzenreiter FSV Tarforst eindrucksvoll. So sprach Trainer Thomas Schleimer nach dem 5:1-Erfolg im Spitzenspiel des 14. Spieltages gegen den FSV Salmrohr auch von einer „Topleistung und einer Galavorstellung, die meine Mannschaft über große Teile des Spiels zeigte“. Vor 350 Zuschauern am Winzerkeller brauchte es knapp eine halbe Stunde, ehe die Mosella so richtig ins Rollen kam. Stephan Schleimer (26.), Nico Schäfer (32.) und Jens Schneider nur eine Minute später stellten früh die Weichen zum Schweicher Sieg. Der FSV hatte sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, wurde aber bereits drei Minuten nach Wiederbeginn kalt erwischt, als Sebastian Palms einen Eckball zum 4:0 verwertete. Vier Minuten später legte Schneider nach Vorarbeit des überragenden Schleimer mit dem 5:0 schon früh den Deckel drauf (52.). Nach einer Ecke erzielte Hendrik Thul für die in den Defensivräumen jede Menge Fehlpässe produzierenden Salmrohrer den Ehrentreffer zum 5:1 (80.). Dem 1:0 entsprang einer Umschaltaktion von Nico Schäfer, der auf Schleimer passte und dieser zwei Salmrohrer Verteidiger aussteigen ließ, bevor er einschob. Dem zweiten Treffer war ein Fehlpass des FSV im Mittelfeld vorausgegangen, bevor Schäfer Salmrohrs Torwart Dominik Thömmes überlupfte. Das dritte Tor bereitete Pascal Kreber mit einer genauen Flanke über die linke Seite vor, bevor Schneider das Spielgerät in den Winkel schweißte. Palms verwertete einen Eckball von Schleimer zum 4:0. elegant „Wir haben die richtige Balance aus hohem Anlaufen und etwas tiefer zu stehen, gefunden und sämtliche Treffer toll heraus kombiniert“, zeigte sich Coach Thomas Schleimer vor allem mit der Effizienz zufrieden. Salmrohrs Coach Rudi Thömmes konstatierte, dass „wir in den ersten 25 Minuten das Spiel komplett kontrolliert, dann aber angefangen haben, Traumpässe zu spielen. Schweich hat die Vielzahl von Fehlpässen, die wir fabriziert haben, gnadenlos ausgenutzt. Wir haben viel zu kompliziert und nicht den einfachen Fußball gespielt, den ich von den Jungs fordere. In den Abwehraktionen waren wir ein ums andere Mal zu naiv und haben die Cleverness im Zweikampfverhalten vermissen lassen. So haben dumme Fehlpässe den Schweichern drei Tore in acht Minuten ermöglicht. So ist der Sieg von Schweich auch hochverdient. Sie waren ehrgeiziger, cleverer und haben gekämpft.“