So richtig finden die sportlich Verantwortlichen der SG Kenn keine Erklärungen dafür, warum ihre Mannschaft Woche für Woche nicht als Sieger von den Plätzen geht, obwohl sie oft nicht die schlechtere Mannschaft ist.
Acht Niederlagen in Folge spülten die Moselaner fast bis ans Tabellenende. Der derzeitige 13. Tabellenrang entspricht keineswegs dem wahren Leistungsvermögen der Mannschaft von Andreas Schneider. „Wir würden lieber mal einen dreckigen Sieg einfahren und dafür Punkte mitnehmen. Die Anerkennung der Gegner ist schön, aber davon können wir uns nichts kaufen, wenn am Ende nichts Zählbares bleibt“, weiß auch der 36-Jährige, dass Fußball ein Ergebnissport ist. Gegen den Tabellenachten aus dem Hochwald gilt es, nicht nur gut Fußball zu spielen, sondern auch in den entscheidenden Situationen hellwach zu sein, die Tore entweder zu verhindern oder/und vorne effektiver zu sein. Mit einem Sieg wären die Moselaner wieder im Rennen und der Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt. Co-Trainer Louis Welter weiß um die Schwere der Aufgabe, strahlt aber auch Zuversicht aus, dass es gegen Schillingen wieder mit einem Dreier klappt. „Die TuS Schillingen hat am vergangenen Wochenende erneut gezeigt, welches Potenzial in ihrer Mannschaft steckt. Auf dem Hartplatz in Kenn erwartet uns daher ein heißer Fight. Natürlich fällt es schwer, Woche für Woche negative Erlebnisse zu verkraften – doch wir lassen die Köpfe nicht hängen. Im vergangenen Jahr war der Sieg gegen Schillingen der Beginn einer Erfolgsserie, mit der wir am Ende den Klassenerhalt geschafft haben. Auch in dieser Saison glauben wir trotz aller Rückschläge fest daran und hoffen, am Sonntag den Grundstein für eine neue Erfolgsphase zu legen.“ Personell sieht es allerdings nicht ganz so gut aus: Die drei Spiele innerhalb einer Woche haben bei einigen Spielern Spuren hinterlassen. Sicher ausfallen wird Marvin Schmitz, der sich eine Muskelverletzung zugezogen hat. Der TuS Schillingen ist derzeit richtig flott und erfolgreich unterwegs. Aus den letzten sechs Partien generierte man stolze 13 Zähler. Auch in Sachen Toreffektivität sind die Hochwälder nicht mehr so bieder wie noch vor ein paar Wochen, als man serienweise beste Chancen liegenließ. Vor allem beim 7:3 in Pfalzel stach jeder Trumpf. Fast jeder Schuss hat gesessen. „Wir waren da sehr effizient. Doch am Sonntag müssen wir wieder auf ein paar Leute verzichten, die eigentlich unverzichtbar sind. Es könnten fünf, sechs Spieler aus privaten Gründen fehlen. Da müssen wir gucken, dass wir eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf den Platz kriegen. Hartplätze wie in Kenn sind uns mittlerweile vertraut. Beim 1:1 im Hinspiel haben wir zwei Punkte verschenkt, weil wir auch in Überzahl gespielt haben“, erinnert sich TuS-Coach Gerd Morgen noch genau. Haiko Wagner, der zuletzt einen Doppelpack schnürte und vier weitere Torbeteiligungen hatte, sowie Tobias Anell, Lukas Thome und Nils Hornetz sind höchstwahrscheinlich nicht verfügbar. Dafür, so Morgen, könnten Christoph Jost, Christoph Becker, Marcel Leben und Jan Zender wieder dazustoßen. Die zwei Letztgenannten hatten Erkältungen auszukurieren.
Kenn, Sonntag, 9.11., 14.45h
