Nicht zu beneiden sind die Vereinigten aus Kenn, Fell, Longuich und Riol in diesen Wochen.
Sechs Niederlagen in Folge, davon bis auf das 2:5 bei der SG Weintal alle hauchdünn mit nur einem Tor Unterschied, sorgen für ein bisschen Ratlosigkeit bei den Trainern. In Kanzem verlor man in der Schlussphase, gegen Ehrang reichte eine numerische Überlegenheit nicht, das Spiel zu drehen. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit lief die Kenner in einen Konter zum 1:3. Auch beim VfL Trier bekam man eine zweimalige Führung nicht über die Zeit. Nun musste das Team von Trainer Andreas Schneider und seines Assistenten Louis Welter am Dienstag (war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) im Nachholspiel gegen die drittplatzierte DJK St. Matthias ran. Fünf Tage später empfangen die Moselaner die auf dem zweiten Tabellenplatz notierten Überflieger aus Serrig und Saarburg. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass Saarburg einen unglaublichen Lauf hat und mit Johannes Carl einen Lenker und Denker im Mittelfeld besitzt, der zuletzt sogar dreifach getroffen hat.
Die SGK und Co-Trainer Louis Welter wollen trotz der Außenseiterrolle alles daran setzen, zu punkten: „Auch wenn die letzten Wochen alles andere als einfach waren, werden wir am Sonntag nochmals alles daran setzen, unseren Negativlauf zu stoppen. Der „Fußballgott“ meint es derzeit nicht allzu gut mit uns – wir belohnen uns einfach nicht für unsere guten Leistungen. Gegen den Tabellenzweiten wird es sicherlich alles andere als einfach, aber wir lassen die Köpfe nicht hängen. Für Jonas Kordel kommt das Spiel leider noch zu früh, und Nico Reis fällt aufgrund einer Erkältung aus. Ansonsten sind alle Mann an Bord.“
Serrigs Trainer Sebastian Lorenz wiederum nimmt die Aufgabe auf dem Hartplatz in Kenn trotz der Favoritenrolle sehr ernst: „Kenn braucht die Punkte. So werden sie sich auch präsentieren. Ich erwarte einen motivierten und extrem unangenehmen Gegner, der uns auf dem Hartplatz sicherlich überraschen und uns alles abverlangen will. Kenn hat mit Carsten Reis und Julian Weber hervorragende Einzelkönner im Team. Da müssen wir uns wahnsinnig strecken, um dort zu punkten, zumal ich den Hartplatz in Kenn gar nicht mehr kenne. Wichtig wird sein, eine hohe Physis zu haben, auf die ersten und zweiten Bälle zu gehen und in die Zweikämpfe zu kommen. Es wird generell viel über die langen Bälle gehen auf dem Geläuf“, analysiert der Coach des Rangzweiten treffend. Lukas Östlund fällt wegen einer Bänderdehnung und Slava Sauer aufgrund beruflicher Aufgaben aus. Lorenz hofft zudem, dass nach überstandenen Krankheiten Simon Meier und Jonas Vogl sowie nach Wadenproblemen auch Nicolas Hengel wieder zur Verfügung stehen.
Kenn, Sonntag, 2.11., 14.45h
