Reaktion im Derby: Die Drittvertretung der Schweicher Mosella zeigte beim Gastspiel die erhoffte Antwort auf die Niederemmel-Niederlage. Mit Folgen für den SV Bekond, der sich auf heimischem Kunstrasen erstmals in dieser Saison geschlagen geben musste.
Nach der Niederlage und dem schwachen Auftritt gegen den SV Niederemmel II hatte Schweichs Trainer Frank Lamberty eine Reaktion seiner Mannschaft angekündigt. Eine Aussage, mit der der neue Mosella-Coach recht behalten sollte, denn die Gäste boten auf dem Bekonder Kunstrasen eine gute Vorstellung. Bereits in der neunten Spielminute traf Nick Stevens zur Führung gegen einen SV Bekond, der die Leistungen der letzten Wochen nicht auf den Platz brachte. Erst im zweiten Durchgang wachten die Hausherren auf, trafen per Freistoß aber nur den Innenpfosten. Die Schweicher Dritte erholte sich schnell von diesem Schock und machte innerhalb von zwei Minuten alles klar: Philipp Schug erhöhte per Doppelpack (71., 72.) zum vorentscheidenden 3:0. Der SVB gab sich im Anschluss zwar nicht auf, schaffte es aber nicht, zu verkürzen. In den Schlussminuten der Partie scheiterten die Bekonder vom Elfmeterpunkt an Mosella-Keeper Tobias Fehmer.
So stand am Ende die erste Heimniederlage für den SV Bekond. Verdient, wie SVB-Trainer Andreas Kiemes bestätigte: „Glückwunsch an Schweich zum verdienten Sieg. Wir waren in der zweiten Halbzeit gut im Spiel, schafften es aber ehrlicherweise nicht, uns zwingende Torchancen herauszuspielen. Insgesamt machten wir zu viele individuelle Fehler und brachten nicht den absoluten Willen auf den Platz, den wir in den letzten Spielen hatten und den es in einem Derby braucht. Mit Glück wäre ein Unentschieden drin gewesen, doch die Niederlage war gerecht, wenn auch zu hoch.“
Auf der Gegenseite sah Schweichs Trainer Frank Lamberty eine „fast perfekte Leistung“: „Was Einstellung, Entschlossenheit und Zweikampfhärte betrifft, setzten wir alles um, was bei in der ersten Halbzeit gegen Niederemmel noch fehlte. Wir kontrollierten den Gegner und leisteten uns bis auf die letzte Viertelstunde der ersten Hälfte keine Schwächephasen. Es war wirklich eine 1000-prozentige Steigerung und ein verdienter Derbysieg.“
