Um ein Haar wäre die Weintaler Siegesserie gegen die SG Wincheringen gerissen. Am Ende durfte der Tabellenzweite in einem Sieben-Tore-Spiel jedoch erneut einen Dreier bejubeln.
Die favorisierte Weintal-SG fand gut in die Partie und dominierte gegen die SG Wincheringen das Spielgeschehen. Nach ersten Abschlussversuchen war es Matthias Kugel, der zur verdienten Führung der Hausherren traf (11.). Die SGW behielt im Anschluss die Oberhand, ließ aber weitere Abschlussmöglichkeiten ungenutzt. Das rächte sich, denn in der 23. Minute nickte Wincheringens Nils Strupp einen Freistoß zum überraschenden Ausgleich ein. Nur drei Minuten später stachen die Gäste erneut zu und trafen durch Tim Repplinger zur Führung. Weintal tat sich in der Folge zunächst schwer, glich aber noch vor der Pause aus, als ein Freistoß von Herbert Stuhlberg an Freund und Feind vorbei ins Tor rutschte (44.).
Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste weiterhin effektiv: Nils Strupp fing einen unsauber gespielten Pass des Weintal-Außenverteidigers ab und brachte seine Wincheringer abermals in Führung (51.). Die Hausherren blieben jedoch die spielbestimmende Elf und glichen mit einem sehenswerten Spielzug, den Matthias Kugel abschloss, aus (59.). Im Anschluss deutete laut Wincheringens Trainer Bastian Hurth alles auf ein Remis: „Die ersten 15 Minuten gingen klar an Weintal, da hielt uns unser Torwart im Spiel. Der Ausgleich fiel aus dem Nichts und danach war es eine andere Partie. Wir machten es bis zur Pause sehr gut und das 2:2 geht in Ordnung. In der zweiten Halbzeit gingen wir erneut in Führung und nach dem 3:3 sah schon alles danach aus, dass wir uns die Punkte teilen. Weintal glückte der Lucky Punch. Für uns war es umso bitterer, dass wir nach so einer guten Vorstellung ohne Punkte nach Hause fuhren. Prinzipiell wäre ein Punkt verdient gewesen, aber das ist das Spielglück, das die Mannschaften von oben haben.“
In der Nachspielzeit der Partie nickte Lukas Kugel einen Stuhlberg-Freistoß zum 4:3-Endstand ins Netz. Wenig später sah Wincheringens Niklas Trouet die Ampelkarte (94.).
Für Weintals Trainer Dominik Bosl war es ein glücklicher, wenngleich verdienter Sieg für seine Elf: „Wir kamen gut ins Spiel und gingen verdient in Führung. Danach hatten wir weitere Chancen, um auf 2:0 oder 3:0 zu stellen. Über einen Standard, den wir nicht gut verteidigten, fiel der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit wollten wir keine weiteren Fehler machen, ansonsten aber normal weiterspielen, denn spielerisch waren wir überlegen. Leider leisteten wir uns direkt einen individuellen Fehler und lagen zurück. Am Ende war der Sieg etwas glücklich, aber über das ganze Spiel gesehen auch verdient, weil wir drückend überlegen waren.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
