Mit dem FSV Trier-Tarforst II und der SG Thomm stehen sich an diesem Wochenende zwei Absteiger gegenüber – und das in einem Spitzenspiel. Kann der Primus aus Trier seinen Vorsprung ausbauen oder zieht die Spielgemeinschaft auf einen Punkt heran?

Ein Spieltag steht in der Hinrunde der 2024/25er B-10-Saison noch an, doch seit vergangener Woche steht der Herbstmeister bereits fest: der FSV Trier-Tarforst II. Der Absteiger blieb auch im zwölften Saisonspiel ungeschlagen und baute – dank der Punkteteilung im Verfolgerduell – die Tabellenführung auf vier Zähler aus. 30 Punkte aus zwölf Partien, neun Siege und drei Remis bei 34:12 Toren sprechen für eine starke Leistung der Trierer, die in dieser Form selbst Trainer Alexander Becker überraschte. Insbesondere die Abgeklärtheit und Moral der jungen FSV-Reserve, die sich laut Becker vor allem defensiv und im Umschaltspiel nach eigenem Ballverlust verbesserte, ist imponierend. So gibt sich der Spitzenreiter bisher schlicht nicht geschlagen: Gegen Schweich III, Ehrang und Olewig lagen die Trierer jeweils mit 0:2 zurück und sicherten sich am Ende noch einen Punkt, gegen Pölich (2:4) und den SV Farschweiler (2:3) wandelte man Rückstände in Siege um. Hätte man nur in einem dieser Spiele die erste Saisonniederlage kassiert, wäre der kommende Gegner SG Thomm nun in Schlagdistanz.

Die Thommer stiegen in der vergangenen Saison ebenfalls aus der A-Klasse ab und verjüngten sich für diese Spielzeit deutlich. Ein Umbruch, der anfangs nicht ohne Misstöne vonstatten ging. Zwar zeigte die Spielgemeinschaft vor heimischer Kulisse von Beginn an Topleistungen, gab dafür auswärts aber regelmäßig Punkte ab. So unterlag der Tabellenzweite Irsch II (3:2) und teilte sich mit Hermeskeil die Punkte (2:2), ehe gegen Pölich (3:1) eine weitere Auswärtsniederlage folgte. Diese Schwäche scheint man nun in den Griff bekommen zu haben, denn seit fünf Spielen ist die Elf von Daniel Becker ungeschlagen, teilte sich lediglich mit der drittplatzierten FSG Ehrang/Pfalzel (3:3) auf eigenem Platz die Punkte. 

Ein Remis, durch welches die SG Thomm den zweiten Tabellenplatz behauptete, aber den Kontakt zu den Tarforstern verlor. Will man die Tuchfühlung wieder herstellen, muss man an diesem Wochenende am Trimmelter Hof dreifach punkten. Der Spitzenreiter verfolgt jedoch eigene Pläne und sieht keinen Grund darin, auf Sicherheit, sprich Remis zu spielen. Ganz im Gegenteil: Alexander Becker will nach zwölf ungeschlagenen Spielen das Selbstvertrauen seiner Elf nutzen und das Polster zum Hinrundenabschluss weiter ausbauen. Gelingt das, könnte der Vorsprung auf sieben bzw. sechs Punkte (vorausgesetzt Ehrang zieht mit einem Sieg an Thomm vorbei) anwachsen. Ein Selbstläufer wird das Spitzenspiel aber auch für die Ungeschlagenen aus dem Trierer Höhenstadtteil nicht. Auch nicht, wenn man mit vier Siegen aus fünf Heimspielen und 15:3 Toren eine beeindruckende Bilanz auf eigenem Kunstrasen vorweisen kann und Thomm auswärts in fünf Partien „nur“ sieben Zähler verbuchte. Schließlich bekam schon Ehrang am letzten Spieltag zu spüren, wie Standard-stark und defensiv stabil der Tabellenzweite steht. Zuschauer sollten sich daher auf ein 50:50-Spiel einstellen, in dem Kleinigkeiten entscheiden könnten.

Trier-Tarforst, So., 03.11., 15.00h