Seit sieben Spielen ist die SG Weintal ungeschlagen und gab dabei keinen einzigen Punkt ab. Eine Serie, die im Derby beim SV Konz II fortgesetzt werden soll. Vorsicht ist dennoch geboten, denn die Zweitvertretung ist die viertstärkste Heimmannschaft der Liga und für Überraschungen gut.
Ein vierter Tabellenplatz im Vorjahr und mehrere Transfers sorgten dafür, dass die SG Weintal mit einigen Vorschusslorbeeren in die neue Spielzeit startete. Dazu trugen auch die guten Testspielergebnisse der Vorbereitung sowie das erste Pokalspiel bei, in der die Spielgemeinschaft auch höherklassige Mannschaften schlug. Dennoch blieb der Erfolg in den ersten Wochen – wie in der Vorsaison – aus. Nach einer Punkteteilung gegen Wincheringen folgten Niederlagen gegen die SG Sauertal und SG Saartal II, ehe man nach einem Zwischenhoch gegen die SG Südeifel (3:2) einen schwachen Auftritt gegen Könen (2:1) hinlegte. Eine Phase, die die Weintaler längst vergessen machten – mit sieben Siegen (sechs Ligaspiele, ein Pokalspiel) in Folge.
Ein großer Leistungsunterschied, der auf verhältnismäßig kleinen Veränderungen fußt. So wich Weintals Trainer Dominik Bosl von der in der Vorbereitung einstudierten Dreierkette ab, setzt nun wieder auf eine Viererkette. Offensiv nahm Jonas Weiland nach anfänglicher Verletzung und entsprechend geringeren Einsatzzeiten immer mehr an Fahrt auf, erzielte in den letzten acht Spielen entweder einen eigenen Treffer oder legte Tore auf. Ein Spieler, der laut Bosl auch die Bälle vorne festmachen kann. Die wiedergewonnene Stabilität und die stark verbesserte Chancenausbeute im Vergleich zu den Auftaktspielen sorgten für einen Aufschwung der Weintal-SG: Kassierte man in den ersten fünf Saisonspielen noch neun Gegentore, waren es in den folgenden sieben Spielen nur acht – und von diesen kassierte die SGW alleine am letzten Wochenende gegen Wasserliesch vier. Eine ähnliche Statistik lässt sich für die Torausbeute finden. Weniger linear verlief die Saison des kommenden Weintal-Gegners SV Konz II.
Nach gutem Saisonstart ging es für die Zweitvertretung vom Saar-Mosel-Eck in den letzten Wochen auf und ab – Leistungsschwankungen, die sich im vorhandenen Personal widerspiegeln. So feierte der SVK Erfolge wie das 3:3-Remis gegen den damaligen Tabellenführer Wasserliesch, schlug Saartal II mit 7:1 und sammelte gegen die meisten Kellerkinder einen Dreier, kassierte im Gegenzug aber herbe Pleiten gegen Könen (1:6), Wawern (1:10) und zuletzt die SG Südeifel-Irrel (1:10). Panik rufen solche Ergebnisse jedoch weder bei den Spielern noch bei Trainer Ralph Güth hervor. Schließlich liegt die Konzer Priorität auf der ersten Mannschaft, die um den Klassenerhalt in der A-Klasse kämpft, und dazu gehören entsprechende Spielerabstellungen. Hinzu kommt, dass man mit bereits 16 verbuchten Punkten auf einem gesicherten achten Tabellenplatz und damit weit weg von den Kellerrängen des Vorjahres steht.
Die Folge: Die SVK-Reserve kann befreit aufspielen und hofft gegen Weintal auf eine ähnlich starke Leistung wie im Vorjahr. Dort musste man sich durch einen Freistoß erst in der 90. Minute mit 1:2 geschlagen geben. Das Rückspiel verlor man auswärts hingegen deutlich mit 2:8. Ein weiterer Faktor, der zu einer Überraschung beitragen könnte, ist die Konzer Heimstärke. Der SV verbuchte 13 seiner 16 Punkte auf heimischem (Kunst-)Rasen und ist oftmals deutlich besser aufgestellt als in den Auswärtsspielen. Ein Vorteil, den man gegen die Weintal-SG nutzen kann? Dies wird sich zeigen. Fest steht, dass die SG alles dafür tun wird, die Serie am Leben zu halten und den derzeitigen Drei-Punkte-Rückstand auf die Spitze ein weiteres Mal zu verringern.
Konz, So., 27.10., 12.30h
Foto: Archiv/Sandra Maes
