Ein Offensivfeuerwerk könnte am Sonntag in Ayl warten, wo mit der SG Wawern und der SG Südeifel-Irrel nicht nur zwei Spitzenteams der Liga, sondern auch die mit Abstand offensivstärksten Mannschaften aufeinandertreffen.

Mit jeweils 25 Punkten auf dem Konto führen die SG Wawern und die SG Südeifel-Irrel die B-11 gemeinsam mit dem FC Könen an. Eine starke Leistung, die sich vor allem im Torverhältnis beider Mannschaften widerspiegelt – eine Kategorie, in der die kommenden Gegner derzeit in einer eigenen Liga spielen. Der Liga-Neuling aus der Südeifel ist seit sieben Spielen ungeschlagen und stellt mit 52 Toren den stärksten Angriff der Liga. Doch nicht nur offensiv, sondern auch defensiv zeigte man eine beeindruckende Leistung, kassierte bisher nur 16 Gegentreffer. Ein Wert, den derzeit nur die SG Wawern unterbieten kann, die 14 Gegentreffer hinnehmen musste. Wie beim Tabellennachbarn stimmt auch beim Aufsteiger die Balance zwischen Angriff und Verteidigung, stellt man doch mit 41 Treffern die zweitstärkste Offensive der Liga. Kurioserweise gehen dabei mehr als die Hälfte der Wawern-Tore auf das Konto des Ex-Tawerners Carsten Vogel, der bereits 22 Mal traf. Auch die Irreler können mit Torjägern aufwarten und stellen mit Robin Blasen (14), Niklas Ziwes (11) und Luca Schilz (8) gleich drei Spieler in den Top-Ten-Torschützen. 

Anders gesagt: Halten die Statistiken ansatzweise, was sie versprechen, wartet am Sonntag in Ayl ein packendes wie hochklassiges Spitzenspiel zweier Mannschaften, die vorrangig offensiv auftreten. Eine Partie, in dem es laut Wawerns Trainer Ralf Reger keinen Favoriten gibt: „Aus unserem Raum spielte noch nie jemand gegen die SG Südeifel, außer diejenigen, die in dieser Saison schon auf sie trafen. Ich habe ihre Mannschaft schon zweimal gesehen und gehe davon aus, dass es eine enge Kiste wird. Es treffen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander.“

Klar ist, dass nur der Sieger der Partie seine Führungsposition behaupten kann. Teilen sich die Kontrahenten die Punkte, muss man darauf hoffen, dass auch Könen bei der SG Sauertal keinen Dreier einfährt. Druck macht Südeifel-Trainer Jean-Paul Bossi seiner Elf deshalb aber nicht: „Es warten in den nächsten vier, fünf Spielen sehr schwere Gegner auf uns. Danach sehen wir, wo wir stehen. Das Gute ist, dass wir jetzt schon viele Punkte gesammelt haben und auch wenn wir verlieren sollten, noch oben dabei sind.“

Ayl, So., 27.10., 14.30h