Es hätte der erste Sieg, zumindest aber mal der erste Punktgewinn werden können für den SV Zeltingen-Rachtig.
Denn in Lüxem besaß das Schlusslicht der Bezirksliga West genügend Möglichkeiten dafür. So bleibt der SV Zeltingen-Rachtig auch nach dem Derby in Lüxem ohne Punkte. Doch die Mayer-Elf hatte über die gesamte Spielzeit hinweg etliche verheißungsvolle Torchancen, hätte bei besserer Effektivität auch einen Punkt erzielen können. Coach Thomas Mayer wusste, welche Möglichkeit, endlich zum ersten Sieg zu kommen, seine Mannschaft verpasst hatte. „In der ersten Halbzeit waren wir gar nicht da, haben zwei grobe Fehler fabriziert, die Lüxem direkt ausgenutzt hat. Beim 0:2 war es ein Torwartfehler, als der Ball unserem Keeper durch die Finger flutschte. Doch in der zweiten Halbzeit besaßen wir sehr viele Torchancen, um zumindest noch mal auf Augenhöhe zu agieren. Da hätten wir den Ausgleich machen können, ja, wenn nicht sogar müssen. Weil wir die Möglichkeiten verpasst hatten, weil auch Lüxems Torwart über sich hinauswuchs, haben wir zum Schluss, als sich für Lüxem Konterräume ergeben haben, zwei Tore gefangen.“ So reagierte Lüxems Torwart Joshua Stewart mehrfach stark, als Yannik Dietz, Benedikt Kaufmann oder Tim Bechtel aus nächster Nähe zum Abschluss kamen. Das frühe 1:0 von Karim Aswad nach einem Distanzschuss an den Innenpfosten sorgte noch nicht für Sicherheit im Lüxemer Spiel (9.). Als Detsit Choompong nach Flanke von Benny Sorge auf 2:0 stellte (37.), schien der Bann endgültig gebrochen. Timo Eifel klärte in der 74. Minute bei einem Schuss von Kaufmann auf der Linie, ehe Lüxem mit dem 3:0 von Nils Schermann nach Flanke von Alex Mittler alles klar machte (83.). In der Nachspielzeit schraubte Nico Hubo nach Klasse-Vorarbeit von Lukas Follmann das Ergebnis auf 4:0. „Es war ein Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Wir waren aber vielleicht etwas effektiver als der Gegner und auch keine vier Tore besser. Es war wichtig, endlich wieder gewonnen und die Abstiegsplätze verlassen zu haben“, zog SVL-Trainer Patrick Schmidt ein positives Fazit. Der lobte besonders seinen Torwart: „Josh hat viele Torhchancen im Eins-gegen-eins zunichte gemacht. Wenn das 2:1 fällt, wird es vielleicht ein wildes Spiel. Zeltingen war nicht schlecht, die werden in jedem Fall noch ihre Punkte holen“, wusste Schmidt auch ein Kompliment an die Zeltinger zu richten. Fürs Erste war er aber mehr als froh, mit dem dritten Saisonsieg einen ersten Schritt raus aus der Ergebniskrise gemacht zu haben.
