Am Sonntag treffen ab 14.30 Uhr auf dem Rasenplatz in Welschbillig mit der gastgebenden SG und dem SV Konz zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt nicht gerade vom Erfolg verwöhnt wurden.

Während die Welschbillig-Kordeler seit sechs Partien auf einen Sieg warten, ist der SV Konz nach der 2:3-Pleite gegen die SG Niederkell auf den vorletzten Platz im Klassement abgerutscht. Die Alarmglocken schrillen deshalb umso lauter am Saar-Mosel-Eck. Auch dort wartet man seit immerhin vier Spielen auf einen vollen Erfolg. Ein starkes Spiel lieferte das Team von Stefan Reifenberg in Pellingen ab – beim Rangvierten verlor man lediglich mit 3:4, war in der Schlussphase dem Ausgleich mehrfach nah. Doch schwache Auftritte gegen den SV Gutweiler oder aber beim VfL Trier (1:1) belegen die fehlende Substanz und Konstanz. Wie der Trainer des SVK durchblicken lässt, dürfe man in Welschbillig auf keinen Fall verlieren. „Welschbillig ist ein seit Jahren eingespieltes Team, das mit Marc Willems, Nico Dücker oder Lorig homogene Leute in seinen Reihen hat. Leute wie Junk und Wolf heben das Niveau in der Abwehr. Das ist auch eine charakterlich gute Mannschaft, gegen die es sehr schwer sein wird, sie erfolgreich zu bespielen. Welches Spiel ich taktisch erwarte, hängt vom System ab, ob ich eher defensiv oder aber offensiv spielen lassen will. Auch hier muss ich auf mein mir zur Verfügung stehendes Personal schauen. Wir wollen die positiven Schritte weitergehen, die wir jetzt angefangen haben. Ob mit Dreier- oder Fünferkette, muss ich schauen“, will sich Reifenberg taktisch noch nicht in die Karten schauen lassen. Geht es nach dem Willen des 50-Jährigen, kann mit einem Sieg nicht nur ein Abstiegsplatz verlassen werden, sondern auch eine Initialzündung für weitere gute Auftritte ausgehen. Auf jeden Fall müsse Körperlichkeit, Robustheit im Zweikampfverhalten und eine gut funktionierende Arbeit gegen den Ball die Voraussetzung dafür sein, ob der SVK erfolgreich spiele. Personell stehen noch einige Fragezeichen hinter den Einsätzen etlicher Spieler. Kai Werner ist aus dem Urlaub zurück. Lucas Seibel, Nikola Kiefer und Mevlüt Kücükmemisoglu, die angeschlagen sind, sind ebenso fraglich wie Dominik Güth, Kai Peters und Julien Wallerich. „Da müssen wir abwarten, ob sie am Spieltag einigermaßen fit sind und in der Lage sind zu spielen“, könnte Coach Stefan Reifenberg erneut zum Improvisieren gezwungen sein. Christian Adams, gemeinsam mit Nicolas Dücker auf der Kommandobrücke bei der SG 06, erwartet ein „umkämpftes, von vielen Zweikämpfen geprägtes, aber ein auf Augenhöhe stattfindendes Spiel. Es wird ein heißer Ritt. Sowohl Konz als auch wir wollen mit allen Mitteln ein Ergebnis und ein Erfolgserlebnis erzielen, bei dem der Kampf und das Resultat über dem Fußballerischen stehen“. Um das Spiel zu gewinnen und wieder mehr Abstand auf die gefährdete Zone aufzubauen, stehe für Adams 100 Prozent Kampf und Laufbereitschaft an erster Stelle. „Wir müssen konsequent verteidigen, die Zweikämpfe annehmen und uns gegenseitig pushen, um eine positive Stimmung zu erzeugen. Es geht auch darum, dass sich jeder wieder traut, Fußball zu spielen und die eigenen Stärken in den Vordergrund rücken. Ich erwarte von der ersten Minute an eine geschlossene Mannschaftsleistung, in dem sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellt“, unterstreicht der frühere Eintrachtler, Salmrohrer und Rosporter Erstligaspieler. Torwart Christian Leibrock (Hüftverletzung), Marius May (Muskelfaserriss), Jan Funk (Knieprobleme) und Jan Lentes (angeschlagen) sind noch außen vor. Thomas Lichter ist wegen aktuellen Kniebeschwerden noch fraglich. Kevin Furchner hat die ersten Minuten in Schillingen bekommen und ist wieder eine Option von der Bank.

Welschbillig, Sonntag, 20.10., 14.45h

Foto: Archiv/Alfred Weinandy