In einem Zehn-Tore-Spiel mit mehrmaligem Schweicher Ausgleich feierten die Gäste aus Hermeskeil einen hart erkämpften 6:4-Sieg.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erarbeiteten sich die Gäste aus Hermeskeil die ersten Abschlussmöglichkeiten. Die leichten Vorteile münzte Michael Urhahn in der 24. Minute in den Führungstreffer der Spielgemeinschaft um, als er den Schweicher Schlussmann aus der Distanz überwand. Die Antwort der Mosella-Dritten ließ nicht lange auf sich warten, denn schon in der 32. Minute schloss Pierre Nospers einen guten Spielzug zum 1:1 ab. Der Ausgleich war der Startschuss in eine torreiche Schlussphase der ersten Hälfte: Hermeskeils Adel Aladel sorgte für die erneute Führung (36.), die Armin Begic in der 38. Minute auf 3:1 ausbaute. Schluss war damit noch nicht, denn noch vor dem Pausenpfiff meldeten sich die Hausherren durch einen weiteren Nospers-Treffer zurück im Spiel (42.).
Im zweiten Durchgang ging es ähnlich weiter. Schweich erwischte zunächst den besseren Start, doch mit laufender Spieldauer fanden die Gäste zurück ins Spiel, verpassten durch einen Lattentreffer das 4:2. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: In der 69. Minute schlug Pierre Nospers ein drittes Mal für die Schweicher zu und glich die Partie damit erneut aus. Abermals sollte es beim Gleichstand nur wenige Minuten bleiben. So schlug ein Distanzschuss von Hermeskeils Spielertrainer Andreas Weber zur dritten SGH-Führung des Tages ein (72.). Die Mosella bewies aber einmal mehr Nehmerqualitäten und traf durch Dennis Franzen zum 4:4 (76.). Endstand? Weit gefehlt: In spannenden Schlussminuten, in der beide Mannschaften zu weiteren Möglichkeiten kamen, feierte die SG Hermeskeil durch einen Doppelschlag von Tobias Gosert (87.) und Adel Aladel (93.) einen 6:4-Sieg.
Ein hart erkämpfter, aber verdienter Sieg, wenn es nach Hermeskeils Trainer Andreas Weber geht: „Es war ein körperlich hartes Spiel, aber kein unfaires. Schweich hatte vorne eine brutale Qualität und einen Spieler, der gefühlt aus jeder Chance ein Tor machte. Nach dem 3:1 hätten wir den Sack zumachen können, doch Schweich hat immer an sich geglaubt und die Chancen genutzt. Wir produzierten den ein oder anderen Fehler, konnten das Spiel aber gewinnen. In Summe war es ein verdienter Erfolg, auch wenn wir über 90 Minuten gesehen kein richtig gutes Spiel machten. Ich denke, bei dem Engagement, das Schweich zeigte, werden es aber noch andere Mannschaften bei ihnen schwer bekommen.“
Eine starke Leistung sah auch Mosella-Coach Renato De Ritis, dessen Elf ein anderes Gesicht im Vergleich zur Vorwoche zeigte: „Hermeskeil ist eine sehr gute Mannschaft und hat nicht unverdient gewonnen, aber ich denke, dass ein Punkt für unsere Leistung angemessen gewesen wäre. Im Vergleich zu Olewig war es eine 180-Grad-Wende und eine respektable Leistung von uns. Wir waren fokussiert und in allen Mannschaftsteilen engagiert. Auch die Harmonie innerhalb der Mannschaft war wieder besser. Es ist schade, dass es nicht für einen Punkt gereicht hat, denn die Jungs hätten ihn sich verdient gehabt.“
