Vier Siege, ein Unentschieden und zahlreiche Tore – die FSG Ehrang/Pfalzel und der FSV Trier-Tarforst II führen die Liga ungeschlagen und punktgleich an. Am Sonntag treffen die beiden Ungeschlagenen im Trierer Höhenstadtteil aufeinander.
Wenn es zwei Mannschaften gab, die vor dem Start der neuen B-10-Saison auf den meisten Favoriten-Listen auftauchten, waren es der FSV Trier-Tarforst II und die FSG Ehrang/Pfalzel. Diesen Vorschusslorbeeren wurden beide Teams bisher gerecht. Mit jeweils vier Siegen, einem Remis und weiterhin ungeschlagen teilen sich Tarforst und Ehrang derzeit die Tabellenspitze mit 13 Punkten. Eine perfekte Grundlage für das direkte Aufeinandertreffen, welches am Sonntag im Trierer Höhenstadtteil stattfindet.
Der FSV verbuchte bisher drei Siege und bekam aus der Spielabsage des FC Gielert einen weiteren Dreier zugesprochen. Der erste Dämpfer folgte erst am vergangenen Spieltag, als man sich gegen den TuS Mosella Schweich III die Punkte teilte, zur Pause noch mit 0:2 zurücklag. Ein erster Punktverlust, der zeigt, dass sich die Tarforster Reserve in einem laufenden Lernprozess befindet. Trainer Alexander Becker übernahm die Mannschaft erst nach dem Kreisliga-A-Abstieg und kann auf einen starken, wenngleich sehr jungen, teils unerfahrenen Kader zurückgreifen. Zahlreiche Spieler fanden den Weg aus der A-Jugend in das Seniorenteam und müssen sich an die neue Spielumgebung gewöhnen. Gleichzeitig sollen gestandene Spieler wie Co-Trainer Martin Gorges oder Jan Bauchmüller als Stabilisatoren fungieren, mit weiteren Erfahrenen ihr Wissen an die kommende FSV-Generation weitergeben.
Bei der FSG Ehrang/Pfalzel wurde der Kader zur neuen Saison auf den Kopf gestellt. In der letzten Spielzeit trat die Elf von Benny Weiler noch als Zweitvertretung in der B-Klasse an, firmiert aber nach dem Rückzug der einstigen ersten Mannschaft als neue Erste. Dies hat einige Vorteile: Weiler stehen Akteure des alten Rheinlandliga-Teams zur Verfügung, Rückkehrer wie Patrick und Oliver Mertes sowie hochgezogene A-Jugendspieler. Im Gegenzug rückten einige Spieler der Vorjahres-Elf in die neue Zweite, um den Kader auf 23 Spieler zu reduzieren. Maßnahmen, die dazu führten, dass man laut dem FSG-Coach in der Spitze und Breite besser besetzt sei.
Während die Ehranger offensiv weiterhin auf ganzer Linie überzeugen (24 Tore) und alleine Torjäger Andreas Huwer zehn Treffer verbuchte, fehlt in der Defensive – wie im Vorjahr – die Stabilität. Insbesondere die sechs Gegentore gegen die Kellerkinder Gielert (4) und Gusenburg (2) überraschen, sind jedoch der sehr offensiven Ausrichtung der Ehranger sowie Unkonzentriertheiten und einem unangebrachten Sicherheitsgefühl geschuldet. Letztere seien laut Benny Weiler gegen den FSV Tarforst II nicht zu erwarten. Dennoch: Den Trierer Höhenkickern bietet sich ein Angriffspunkt, den auch FSV-Coach Alexander Becker erkannt hat. Inwieweit man die FSG-Schwäche nutzen kann, hängt auch von der Tagesform ab. Denn in einem Spiel, in dem beide Mannschaften ungeschlagen sind, einen Ballbesitz-orientierten Fußball bevorzugen und über eine gute Spielanlage verfügen, dürften Kleinigkeiten über den Sieger entscheiden. Ein leichter Vorteil liegt im Spitzenspiel auf Seiten der Tarforster. Die Trierer haben nicht nur Heimrecht, sondern müssen auch keinen Spieler für FSG-Knipser Huwer abstellen, der am Wochenende nicht zur Verfügung steht.
Trier-Tarforst, So., 15.09., 15.00h
