Faustdicke Überraschung in Niedermennig: Der Chancenwucher der SG Weintal machte sich für Aufsteiger SG Sauertal bezahlt, der sich in der Nachspielzeit den ersten Saisonsieg sicherte.
„Es war ein glücklicher Sieg, aber das ist es immer, wenn man so spät gewinnt. Kompliment an die Mannschaft, es war eine echte Kampfleistung. Uns fehlten wieder extrem viele Leistungsträger und in der Startelf standen drei Spieler über 40 Jahre. Wir hatten Glück, aber Glück muss man sich auch erkämpfen. Auch wenn Weintal spielerisch besser war und wir uns über ein Unentschieden oder sogar die Niederlage nicht hätten beschweren dürfen“, feierte Sauertals Trainer Matteo Amodio, der selbst auf dem Platz stand, einen überraschenden Erfolg gegen die Weintal-SG. Dabei deutete nach einer ereignislosen Anfangsphase zunächst alles auf einen Erfolg der Hausherren hin. Die Weintaler fanden immer besser ins Spiel und verzeichneten gute Chancen, die allesamt ungenutzt blieben. Zudem leistete sich Weintal in Hälfte eins einen defensiven Aussetzer, den Keeper Philipp Benzkirch ausbügelte und so die Führung des Aufsteigers vereitelte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Weintal die Schlagzahl und erarbeitete sich zahlreiche Abschlüsse, die allesamt erfolglos blieben. Die Sauertaler konzentrierten sich auf die Defensive und lauerten auf Konter – mit Erfolg: Ein langer Ball fand Luca Barthel, der im Eins-gegen-eins die Oberhand behielt und zum 0:1 traf (77.). Weintal warf in den Schlussminuten alles nach vorne und wurde belohnt, als der eingewechselte Jonas Weiland per Kopf zum Ausgleich traf (90.). Schluss war aber noch nicht, denn die Gäste hielten noch eine Überraschung bereit: einen Konter, den Gabriel Gaspar Pereira erfolgreich zum 1:2-Endstand abschloss (91.).
Nicht nur für den Siegtreffer hatte sich Pereira ein Sonderlob von Coach Amodio verdient: „Ich muss vor allem Gabi herausheben, der das 2:1 erzielt und ein Bombenspiel gemacht hat. Er ist einer unserer Leistungsträger und hätte eigentlich gefehlt. Er brach seinen Familienurlaub aber früher ab und kam nach 20 Stunden Fahrtzeit rechtzeitig an. Dass er nach nur vier Stunden Schlaf so ein Spiel abgeliefert hat, ist Wahnsinn.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
