Nach einem 5:1-Erfolg im Derby gegen die SG Obermosel reist der SV Wasserliesch/Oberbillig mit breiter Brust nach Trier-Feyen. Dort sollen gegen die DJK St. Matthias II die nächsten Punkte eingefahren werden. Doch Vorsicht: Der Aufsteiger will vor heimischer Kulisse die eigene Spielidee durchsetzen – und Zählbares verbuchen.
Die DJK St. Matthias blickt auf ein mehr als erfolgreiches Jahr 2023/24 zurück, denn nicht nur der ersten Mannschaft, sondern auch der zweiten glückte der Aufstieg. Die Zweitvertretung der Mattheiser übernahm damit den Platz, den die erste Garde frei machte und findet sich nach dem zweiten Rang im C-Klassen-Vorjahr plötzlich in der B-11 wieder. Ein kometenhafter Aufstieg, absolvierte man doch noch die Spielzeit 22/23 in der Kreisliga D-Trier/Eifel. In diesem Jahr liegt der Fokus jedoch nicht auf einem weiteren Aufstieg, sondern auf dem Klassenerhalt. Die DJK-Reserve soll sich an das höhere Niveau der B-Klasse gewöhnen und in einer stärken Liga bestehen. Eine Herausforderung, die dem Team von Jan Näckel und Nico Redwanz einiges abverlangen sollte. Insbesondere, da einige Spieler diesen Weg seit der D-Klasse mitgingen und sich auch persönlich steigern müssen.
Grundsätzlich stellte der Verein aber die richtigen Weichen, um das Saisonziel zu erreichen: Erfahrene Spieler wie Steve Hubig, Leonardo Buchta und andere rückten von der ersten Mannschaft in die zweite. Hinzu kamen junge Talente, die den Sprung bisher nicht schafften und sich nun mit mehr Spielzeit entwickeln können. Auch drei A-Jugendliche der ehemaligen A-2 fanden den Weg in den breiten Kader der DJK St. Matthias II. Im Gegenzug laufen einige Spieler, die im Vorjahr kaum Einsatzzeiten bekamen oder dem neuen Niveau nicht gewachsen sind, in der neuen dritten Mannschaft auf. Die Folge dieser Veränderungen ist laut Näckel eine Steigerung in der Trainingsqualität, was Intensität und Geschwindigkeit betrifft. Diese Trainingsarbeit soll im ersten Heimspiel der B-Klassen-Saison nun Früchte tragen. Fehler aus der Niederlage gegen Igel-Liersberg II sollen abgestellt und stattdessen mit der eigenen Spielidee die ersten Punkte eingefahren werden. Dies will wiederum der SV Wasserliesch/Oberbillig verhindern.
Die Wasserliescher schlossen die vergangene Spielzeit auf dem siebten Rang ab und zeigten dabei ihre schöne wie auch hässliche Seite. So präsentierte sich die Elf von Christian Albrecht teils stark und nahe dem eigenen Potenzial, in anderen Fällen wiederum fahrig und überraschend schwach. Ein Beispiel: In der Restrunde der Vorsaison leistete sich der SVWO fünf Niederlagen in Folge, kassierte dabei 27 Gegentore. Im Anschluss folgten vier Siege aus fünf Spielen, bei denen man lediglich drei Gegentore hinnehmen musste. In dieser Saison hofft Lambert, dass mit diesem „Schlendrian“ Schluss ist. In der Vorbereitung trainierte man vornehmlich Spielformen, zeigte gute Testspiele und bot A-Ligist SG Riol im Kreispokal einen harten Kampf (5:8). Die Lust auf die neue Spielzeit zeigte sich dann im ersten Saisonspiel und dem Derby gegen die SG Obermosel, bei dem die Revanche (5:1) für die 2:4-Niederlage glückte. Anteil an diesem Erfolg hat der besser aufgestellte Kader der Wasserliescher: So schafften es die Neuzugänge Patryk Maciuch, Marc Schmid und Mahmud Mansour gleich in die erste Elf, zeigten im ersten Saisonspiel gute Leistungen. An diese wollen die Liescher an diesem Wochenende anknüpfen, wenn man in Trier-Feyen gastiert. Und laut Lambert verfüge man über genügend Qualität, etwas „mitzunehmen“. Ob das gelingt, wird sich am Sonntag auf dem Feyener Kunstrasen zeigen.
Trier-Feyen, So., 18.08., 13.00h
