Nur einen Punkt trennten die SG Hermeskeil und den SV Trier-Olewig in der letzten Saison voneinander. Dementsprechend darf zum Auftakt der neuen Spielzeit ein packender Kampf des Vorjahressechsten gegen den -fünften erwartet werden.
Die SG Hermeskeil darf auf eine starke Vorsaison zurückblicken, in der man sich statt eines Platzes am unteren Tabellenende den sechsten Rang sicherte und somit zu den Topteams der Klasse zählte. Dass dies nicht nur eine Ausnahme, sondern die Regel war, will man in diesem Jahr beweisen. Die Grundlagen dafür sind gelegt, wie Coach Andreas Weber erklärt: „Wir hatten eine kurze, aber sehr intensive Vorbereitung. Insbesondere in den ersten drei, vier Wochen haben wir viel gearbeitet. Quantitativ waren immer genügend Spieler im Training und die Jungs haben voll mitgezogen. Die Testspiele waren bis auf eines, welches in einer Phase war, in der wir zu viel gemacht haben, absolut in Ordnung. Dementsprechend können wir mit unserer Vorbereitung zufrieden sein. Mit dem 1:0 im Kreispokal ist uns auch die Generalprobe geglückt. Wir haben – wie wahrscheinlich alle anderen auch – noch ein paar urlaubsbedingte Ausfälle, freuen uns aber auf die neue Saison.“
Laut Weber wird der Kader in dieser Spielzeit durch Neuzugänge und Eigengewächse verstärkt: „Kevin Schank kam aus dem Saarland und kann uns offensiv durch seine Abschlussqualitäten weiterbringen. Unsere drei, vier A-Jugend-Spieler, die aufrückten, haben bisher absolut performt. Obwohl sie erst aus der Jugend kamen, konnten sie uns direkt verstärken.“
Größere Veränderungen standen beim SV Trier-Olewig an, wo der einstige Co-Trainer Denys Surma Sebastian Herz beerbte. Es blieb aber nicht nur bei dieser (personellen) Umgestaltung, wie Surma verdeutlicht: „Wir haben einiges umgestellt und intern verändert. In den letzten vier, fünf Jahren haben die erste und zweite Mannschaft immer zusammen trainiert. Jetzt trainieren wir separat und haben auch den Trainerstab vergrößert. Daniel Schönberger, der wie ich noch selbst spielt, ist mein Co-Trainer. Rene Weber ist Teammanager und wird damit auch organisatorische Aufgaben übernehmen. Hinzu kam ein Fitnesstrainer und Philippe Zitte als Torwart-Trainer. Das alles hat jetzt schon einiges ausgemacht.“
Sorgenpunkt bleibt der Rasen der Olewiger, der in der Vorbereitung für keine Trainingseinheit zur Verfügung stand: „Wir haben jetzt einen kleinen Kunstrasen auf dem alten Tennisplatz und müssen deshalb fürs Training nicht nach Kürenz ausweichen, wenn der Platz gesperrt ist. Leider war und ist der Rasen weiter gesperrt. Bisher konnten wir nur beim VG-Pokal auf ihm spielen und ob wir unser erstes Heimspiel auf dem Rasen austragen können, ist auch noch nicht sicher. Ansonsten ist die Vorbereitung gut gelaufen und es stand immer ein guter Kader zur Verfügung.“ Wie den Hermeskeilern glückte auch den Olewigern die Generalprobe, als man Ligakonkurrent Gusenburg mit 8:1 abfertigte. Dabei verletzten sich jedoch drei Stammspieler, die laut Surma „ein paar Wochen fehlen“ könnten.
Dennoch: Nach der starken Rückrunde will sich der SVO in dieser Saison weiter verbessern. „Großes Ziel ist es, den fünften Platz aus der letzten Saison zu verbessern. Innerhalb der Mannschaft wollen wir unter die Top Drei“, gibt Surma vor, dessen Olewiger in der Vorsaison einen Zähler mehr als der kommende Gegner Hermeskeil verbuchten. Dass im Hochwald keine Laufkundschaft wartet, dürfte den Trierern daher klar sein. Zumal die SGH das letzte direkte Duell vor heimischem Publikum mit 2:1 gewann. Im Rückspiel revanchierte sich der SVO, siegte mit 4:0.
Züsch, So., 11.08., 15.00h
