Wer einen ähnlich erfolgreichen Auftritt des Tabellenzweiten aus Tawern am Schweicher Winzerkeller erwartet hatte oder gar eine Wiederholung des Hinspielsieges (2:1), wurde am Samstag enttäuscht.
Die Mosella spielte seine Überlegenheit zwar erst im zweiten Durchgang gewinnbringend aus, doch gelang es ihr, einen weiteren Rekord für die Geschichtsbücher aufzustellen. Denn das mit viel Spannung erwartete Spitzenduell zwischen Meister Schweich und Verfolger Tawern wurde zu einer klaren Angelegenheit. Mit dem 16. Sieg in Folge stellte die Mosella einen neuen Bezirksligarekord auf und blieb auch im letzten Saisonheimspiel siegreich. Die Schweicher gewannen sämtliche 15 Heimspiele und glänzen zudem mit einem Torverhältnis von 83:4. Lediglich Gegner Tawern blieb vor eigenem Publikum ungeschlagen, musste jedoch vier Unentscheiden zulassen bei zehn eigenen Siegen. Doch von vorn. Schweich ließ von Beginn an keine Zweifel an der Korrektur der bislang einzigen Saisonniederlage (1:2) in Tawern aufkommen und sorgte in der 24. Minute durch Valentin Frick nach Flanke von Philipp Grundmann für das erste Highlight. Tawern hielt die Partie lange Zeit offen und besaß durch Giancarlo Pinna die Chance zum Ausgleich, doch der Deutsch-Italiener scheiterte per Kopf an der Latte (50.). Als Stephan Schleimer per Foulelfmeter – der Torjäger wurde selbst gefoult – auf 2:0 stellte (61.), war die Richtung klar. Niklas Cillien (80.) auf Querpass von Alexander Schwarz und der zur SG Herforst in die Eifeler B-Liga wechselnde Eric Reuter nach Flanke von Pascal Dellwo ließen den Sieg des künftigen Rheinlandligisten komfortabel ausfallen – 3:0, 4:0. Nach der offiziellen Meisterehrung durch den Verband ließen es die Schweicher mit einer zünftigen Abschlussfeier aller Seniorenteams mit Freibier richtig krachen. „Tawern hat anfangs gut dagegengehalten. Fünf Minuten nach der Pause waren wir nicht so wach. Da hatten wir bei einem Kopfball gegen die Latte Glück. Doch wir haben uns minütlich gesteigert, nach dem 2:0 war es eine eindeutige Geschichte“, lobte Mosella-Meistercoach Thomas Schleimer das gesamte Kollektiv. Wie der 26-Jährige betonte, haben die Einwechslungen ordentlich frischen Wind in die Partie gebracht und am Ende zahlten sich auch die konditionellen Vorteile aus. Tawerns Coach Steve Birtz attestierte seiner Mannschaft ein gutes Spiel: „Wir haben uns nie aufgegeben, bis zum fragwürdigen Elfmeter sehr wenig Chancen zugelassen und selbst ab und an Nadelstiche gesetzt. Wir waren jeweils in den ersten 15 Minuten beider Halbzeiten sehr gut im Spiel, müssen durch einen Lattenkopfball von Gianni Pinna und durch eine Chance von Luca Grün zwingend den Ausgleich machen. Nach dem Elfmeter haben wir noch mal die Möglichkeit, nach einem Eckball den Anschlusstreffer zum 2:1 zu erzielen. In den letzten 25 Minuten hat uns dann doch die Kraft gefehlt, um noch mal zurückzuschlagen.“
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