Wenn am Sonntag ab 15 Uhr die beiden abstiegsbedrohten Teams des FSV Trier-Tarforst II und der SG Osburg aufeinandertreffen, ist Hochspannung und Nervenkitzel angesagt. Es geht für beide Teams um den Verbleib in der Kreisliga A.

Schaut man aufs Tableau, hält der FSV die leicht besseren Karten in der Hand. Die Tarforster sind zwei Punkte vor und genießen den Heimvorteil. Für den scheidenden FSV-Trainer Steffen Hilmer, der in der neuen Saison von Alexander Becker abgelöst wird (coacht derzeit die erfolgreiche zweite Mannschaft des SV Trier-Irsch) trägt die Partie nicht nur Endspielcharakter, sondern wird für alle beim FSV zum Charaktertest. „Ich rechne mit einem intensiven Spiel, bei dem beide Mannschaften mit offenem Visier agieren und den Sieg erkämpfen und erzwingen wollen. Ziel sind ganz klar formuliert drei Punkte. Es gilt daher, einen Rückstand zu vermeiden und Standardsituationen ebenfalls gar nicht erst entstehen zu lassen“, erwartet Hilmer einen Kampf auf Biegen und Brechen. Wie immer hat der Coach der Höhenstädter einen Matchplan in der Tasche – eventuell auch einen Plan B. „Es geht darum und das sollte unser Ziel sein, defensiv die Konter und Ballbesitzphasen sauber und rigoros wegzuverteidigen – dabei sollten wir Standards gegen uns vermeiden. Offensiv wollen wir unser Tempo und unsere technischen Fähigkeiten nutzen und insgesamt ruhig und sachlich agieren. Die Emotionen sollten wir gut dosieren. Wir müssen den Druck ausblenden und unser Spiel durchziehen, dann bin ich mir sicher, dass wir das Spiel gewinnen.“ Marcel Dammer fehlt aus privaten Gründen, Felix Nimmrichter und Jan Bauchmüller sind fraglich, Leif Rosenthal fällt verletzt aus. Lukas Schneider ist noch keine Option. „Den Rest müssen wir im Laufe der Woche sehen. Wir planen auch wieder mit Unterstützung aus der A-Jugend und der ersten Mannschaft“, lässt Hilmer durchblicken.

Doch gänzlich abzuschreiben sind die Hochwälder nicht. Seit Jahr und Tag pflegen die Osburger ein kampfbetontes und leidenschaftlich geführtes Spiel, gepaart mit einer hohen Eigenmotivation und der Fähigkeit, in entscheidenden Momenten ins Spiel zurückzukommen. Diese Momente möchte Co-Spielertrainer Luca Leonhard auch am Sonntag auf dem Kunstrasen am Trimmelter Hof von seiner Mannschaft sehen. „Vorteilhaft wäre, wenn wir selbst mal in Führung gehen, wie im Spiel gegen Kordel. Nur muss es uns dann gelingen, ein zweites Tor nachzulegen. Wichtig könnte sein, eine gewisse Körperlichkeit ins Spiel zu bringen und ihnen mit einer robusten Spielweise den Schneid abzukaufen. Dann könnten wir Tarforst den Spielfluss nehmen. Es wird eine ganz schwierige Aufgabe. Wir müssen von der ersten Minute dagegenhalten, die richtige Einstellung und den unbedingten Willen zeigen, das Spiel gewinnen zu wollen. Es gibt keine zweite Chance mehr“, ist sich der 26-Jährige sicher. Für Leonhard bedeutet die Partie purer Abstiegskampf. „Jeder wird auf Fehlervermeidung aus sein. Ich denke, wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt die Partie. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kein fußballerischer Leckerbissen zu erwarten.“ Personell sieht es pünktlich vor dem Abstiegsknaller in Tarforst wieder besser aus bei den Hochwäldern. So stehen Pascal Marx (angeschlagen), Jens Heimfarth, Fabian Malkoff, Fabian Wiesenthauer und Alex Schabo (alle aus Urlaub zurück) wieder im Kader. Lediglich auf die beiden Routiniers Michael Höllen (Rot-Sperre) und Nico Thömmes (Urlaub) muss verzichtet werden. 

TR-Tarforst, So., 19.5., 15.00h