Die Schweicher Meisterschüler von Trainer Thomas Schleimer, der im zweiten Jahr seiner Amtszeit ein homogenes und fußballerisch super ausgebildetes Team formte, haben in der kompletten Saison erst ein Spiel verloren.
Das ausgerechnet gegen den kommenden Gegner aus Tawern, der zum Saison-Kehraus an den Schweicher Winzerkeller kommt. Die Aufstiegshelden werden sich mit Sicherheit nicht die anschließenden Feierlichkeiten vermiesen lassen. So spielt das Team um den Rekordtorschützen Stephan Schleimer (40 Tore) auch diesmal auf Sieg. Der Trainer der Mosella, Thomas Schleimer, hat klare Vorstellungen, wie man das letzte Heimspiel der Saison angehen will: „Für uns geht es darum, mit einer gewissen körperlichen Präsenz und Zweikampfführung dagegen zu halten. Zeitgleich wollen wir mit einer guten Ballzirkulation und einem guten Positionsspiel unserem Anhang im letzten Heimspiel auch fußballerisch etwas bieten.“ Die Erwartungshaltung am Winzerkeller ist naturgemäß hoch. „Ich erwarte eine körperliche, aber zeitgleich auch temporeiche Partie, die auch einiges an fußballerischen Leckerbissen zu bieten haben wird“, weiß der 26- jährige Coach des Meisters um den attraktiven Charakter der Partie. Personell wird der Coach sehr wahrscheinlich wieder rotieren. Gegenüber dem Rascheid-Spiel kehren Marc Pitsch (privat verhindert) und Levi Agbor (Krankheit) in den Kader zurück. „Von daher stehen mir bis auf die drei Langzeitverletzten Joshua Rodrigues, Elias Hansjosten und Nico Schmitt alle Spieler zur Verfügung. Ich werde die nach Trainingseindrücken vermeintlich beste Elf spielen lassen“, baut der Coach auf einen breiten und qualitativ hochwertigen Kader.
Der SV Tawern kommt jedoch nicht an die Mathenstraße, um den Schweichern zum Rheinlandligaaufstieg zu gratulieren. Die Gäste haben selbst hohe Ambitionen, auch ein zweites Mal in Schweich zu gewinnen. Denn es steht Platz zwei auf dem Spiel. Und den wollen die Überflieger aus Tawern am liebsten bis zum Schluss verteidigen. Dann nämlich ginge es in die Relegation zur Rheinlandliga. Doch soweit möchte Trainer Steve Birtz noch gar nicht vorausdenken. Der erwartet ein intensives Match: „Schweich wird wohl in ihrem letzten Heimspiel der Saison eine Meisterfeier organisieren. Es werden viele Zuschauer kommen. Daher erwarte ich, dass sie versuchen, uns von Anfang an einzuschnüren und den Zuschauern noch mal ein Spektakel bieten zu wollen. Wir werden uns wehren und müssen einen kühlen Kopf bewahren. Wir sollten Ballbesitzphasen mit einstreuen. Wenn sich die Möglichkeiten ergeben, sollten wir unser Umschaltspiel etwas besser ausnutzen wie in den letzten Spielen.“ Wer den Luxemburger kennt, weiß, dass er immer gewinnen will. Auch beim schon feststehenden Meister: „Die Spieler extra zu motivieren, brauchst du in so einem Spiel nicht. Wir spielen gegen den unangefochtenen Meister. Und dennoch gehen wir dieses Spiel an wie jedes andere. Wir werden uns nicht bereits vor dem Spiel ergeben. Es gibt einen Unterschied ein Spiel anzugehen: es nicht zu verlieren oder es gewinnen zu wollen.“ Sollte es dem SVT tatsächlich gelingen, am Winzerkeller zu gewinnen, wäre man vorzeitig Vizemeister. Doch die personelle Lage gestaltet sich seit Wochen schwierig. Weiterhin fehlen Pascal Hurth, Dennis Weber, Nico Picko, Niki Wenner, Marco Ihl, Liam Vella, René Gerhards, Arian Schmitt (alle verletzt), Max Kintgen und Karim Yahia (Studium). Hinzu kommen seit letzter Woche Moritz Rhoden (verletzt) und Fabian Weber (gesperrt). Luca Weisgerber fehlt wegen privater Angelegenheit. „Gianni Pinna ist seit längerem krank, hier müssen wir die Woche abwarten, ob und wann er wieder ins Training einsteigen kann. Immerhin ist Michael Fantes wieder dabei. Es sieht nicht so aus, als ob einer der Langzeitverletzten diese Saison noch mal spielt.“
Schweich, Sa., 18.5., 17.30h
Foto: Sandra Maes/Archiv
