Es bleibt, wie es ist: Ruwertal wahrt mit dem 4:1 seine Minimalchancen auf den zweiten Platz, Arzfeld muss dagegen alle Hoffnungen auf eine mögliche Relegation begraben.

Die Freude über eine Führung währte bei den Islekern indes nur eine halbe Stunde, ehe Ruwertal die Partie an sich riss. Nach dem 3:0 im Hinspiel entscheidet die SG Ruwertal auch das zweite Duell gegen die Isleker für sich. Mit dem Sieg stürmt die Mannschaft von Coach Benny Leis im Ranking an Arzfeld vorbei und wahrt damit seine Chancen auf Platz zwei. Dabei sah es nach 45 Minuten noch gar nicht nach einem derart klaren Sieg der Ruwertaler aus. Nach einer Flanke von Robin Antony hatte „Kopfball-Ungeheuer“ Andreas Theis für die Gäste zur Führung getroffen – 0:1 (11.). Doch vier Minuten vor der Halbzeit war es soweit, als Daniel Lentes einen Querpass von Pascal Neumann ins linke Eck zum Ausgleich veredelte – 1:1 (41.). „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz und hatten den Gegner im Griff. So sind wir auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel nach dem Elfmeter, der uns in Rückstand geraten ließ, aus den Händen gegeben. Knackpunkt war, dass Ruwertal just in dem Moment das 2:1 macht, und wir eine eigene Führung verpasst haben“, sprach Arzfelds Spielertrainer Andreas Theis jene Szene an, als der 41-Jährige selbst mit einem wuchtigen Kopfball seinen Meister in Felix Kloy im Ruwertaler Kasten fand (60.). Bereits kurz nach der Halbzeit hatte Lentes nach Steckpass von Fynn Martin das 2:1 auf dem Fuß, doch Arzfelds Keeper Florian Moos parierte prächtig (46.). Die Entscheidung reifte eine Viertelstunde vor dem Ende, als zunächst Philip Kartz einen an Mathias Biwer verwirkten Foulelfmeter ins linke Eck drosch und für die 2:1-Führung (74.) sorgte. Der Zeiger hatte noch keine volle Umdrehung auf der Uhr zurückgelegt, da markierte Nils Lehnert nach Querpass von Sven Meyer am langen Pfosten stehend das 3:1 (75.). „Das war dann auch der Genickbruch für uns, doch wir haben alles reingehauen“, wusste Theis um eine gute und engagierte Leistung. Den Schlusspunkt setzte drei Minuten vor Schluss Jannis Hoffmann im Eins-gegen-eins, nachdem Tim Herres zuvor stark antizipierte und dessen Hereingabe zwischen Fünfmeter- und Elfmeterraum präzise zu Hoffmann adressiert war. Ruwertals Coach Benny Leis sah bereits in Halbzeit eins eine leichte Steigerung. „Wir haben mehr investiert und uns mit dem 1:1 belohnt. Eine brenzlige Situation hatten wir zu überstehen, als Felix uns im Tor mit einer Monsterparade bei diesem wuchtigen Kopfball von Andy Theis im Spiel hält.“ Für den 36-Jährigen war es mitentscheidend, das seine Mannschaft eine deutlich bessere Staffelung hatte und ein starkes Umschaltspiel zeigte. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist es ein gerechtes Ergebnis. Wir haben diszipliniert gegen den Ball gearbeitet, einen Tick cleverer agiert und hatten eine gute Rücklaufbereitschaft. Wir sind zufrieden und wollen nächsten Samstag gegen Ellscheid auch nachlegen.