Es war der erste Sieg der Mosella-Reserve im fünften Spiel ohne Sieg und ein ganz wichtiger dazu. Mit dem 3:2-Erfolg bei einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf hatte TuS-Trainer Patrick Quary gleich doppelten Grund zur Freude.
Erstens distanzierte die Mosella mit Tarforst einen gleichfalls gefährdeten Mitkonkurrenten auf jetzt sieben Punkte und zweitens hatte der Sieg mit dem Herstellen des Anschlusses ans untere Mittelfeld einen angenehmen wie nützlichen Nebeneffekt. Die Schweicher haben sich mit sieben Zählern Vorsprung auf Tarforst einerseits von der Abstiegszone gelöst und zudem den Anschluss an die Mittelfeldteams Kordel (22), Longuich (23) und Niederkell sowie Trier-Irsch (je 25) hergestellt. Für den FSV war das 2:3 die vierte Niederlage in Folge. Dabei lief es anfangs für die Höhenstädter ausgesprochen erfolgreich. Nach einem Schuss von Alexandre Tabet ließ TuS-Torwart Martin Klar nach vorne abklatschen, doch den Nachschuss verwertete Illia Huhlenko trocken zur Tarforster Führung (5.). Anschließend wurde ein Alleingang von Tabet zur Ecke geklärt. Der 22-jährige Franzose, der im Sommer vom Sachsen-Verbandsligisten FC International Leipzig in den Höhenstadtteil wechselte, zog in der 21. Minute aus 20 Metern einfach ab und traf ins lange Eck – 2:0 (21.). Schweichs Kapitän Björn Kraus ließ die Hoffnungen der Gäste mit dem 2:1-Anschlusstreffer mit dem Halbzeitpfiff am Leben. Kraus hatte aus der Distanz in den linken oberen Winkel getroffen. Die Gäste kamen mit deutlich mehr Zielstrebigkeit aus der Kabine und entwickelten zusehends Druck. So egalisierte Pascal Dellwo in der 57. Minute die Tarforster Führung zum 2:2. Die Entscheidung reifte, als Pierre Nospers nach Freistoßflanke von Nico Frick per Kopf das 3:2 erzielte (70.). Schweichs Coach Patrick Quary konstatierte, dass „heute die Einstellung und Aggressivität in der zweiten Halbzeit entscheidend waren. Waren wir zunächst noch sehr pomadig und nicht richtig wach, haben wir nach dem Wechsel mehr Druck erzeugt und uns viele Torchancen herausgespielt. Nur müssen wir das Spiel früher für uns entscheiden“. Wie der Trainer, der auch als Sportlicher Leiter fungiert, betont, war die taktische Umstellung in der Pause der Schlüssel zum Erfolg. „In der ersten Halbzeit, als der FSV mit einer Dreierkette spielte, kamen wir nicht so wie gewünscht hinter die letzte Kette. Wir haben unser Anlaufverhalten geändert, dann mit drei Stürmern gespielt und viele hohe Ballgewinne erzielt. Wir haben eine gute Moral bewiesen.“ Mit Pascal Dellwo und Niklas Cillien wirkten zwei Akteure aus der Bezirksliga-Mannschaft mit. Den 3:2-Siegtreffer von Pierre Nospers sah Quary so: „Die Flanke kam von Nico Frick zentimetergenau auf den Kopf von Pierre, der mit seinem Kopfball ins lange Eck wieder mal einen super Abschluss bewies.“
