Die zweite Mannschaft von Eintracht Trier ließ sich im Heimspiel gegen den VfL Trier nicht in die Karten schauen und schickte den Derbykonkurrenten aus Heiligkreuz mit einem halben Dutzend Gegentoren auf die kurze Heimreise.
Dabei blieb die Eintracht im nun schon fünften Spiel in Folge ohne Gegentor und mit sechs Zählern Vorsprung auf die Konkurrenz auf Schöndorf und Sirzenich souveräner Tabellenführer. „Die ersten 15 Minuten waren absolut gut, da haben wir sehr laufintensiv gegen den Ball gearbeitet, waren überall präsent und über weite Strecken des Spiels auch die überlegene Mannschaft. Wichtig war, wieder als Team zu agieren, früh anzulaufen und bei Ballverlusten schnell nach hinten umzuschalten. Das hat die Mannschaft vollumfänglich umgesetzt“, zeigte sich SVE-Trainer Timo Zeimet mit der Partie gegen den VfL zufrieden. Der ergänzte, dass „wir die komplette Rückrunde zu Null gespielt haben. Das sind jetzt 20:0 Tore.“ Marcel Mühlen habe ein richtig gutes Spiel gemacht, so Zeimet, hatte sehr viele Torbeteiligungen.
Nach fünf Partien ohne Niederlage setzte es dagegen für den VfL Trier mal wieder eine Pleite. 13 Minuten waren vergangen, als Lukas Herkenroth eine Flanke von Marcel Mühlen per Abstauber über die Linie drückte – 1:0. Eine Viertelstunde später war es Mühlen selbst, der mit einem gezirkelten Freistoß über die Mauer auf 2:0 stellte (28.). Mühlen war auch unmittelbar am dritten Treffer des SVE beteiligt, als dieser eine Ecke präzise auf Fabrice Schirra zog und der per Kopf zum 3:0 traf (33.). Mit einem Doppelschlag legte die Eintracht zu Beginn des zweiten Durchgangs den Deckel früh drauf. Nach Steckpass von André Thielen stand Nicola Rigoni da, wo ein Torjäger stehen muss und netzte mit seinem 17. Saisontor zum 4:0 (61.) ein. Nur vier Minuten später war es Philip Laux, der einen Pass per Außenrist von Herkenroth am langen Pfosten über die Linie schob – 5:0 (65.). Drei Minute danach war es erneut der überragende Mühlen, der auf Vorlage von Elias Blasius das halbe Dutzend voll machte.
VfL-Trainer Marco Neumann ordnete die Niederlage realistisch ein und sprach davon, dass „die Eintracht nicht unsere Kragenweite ist. Es war ein hochverdienter Sieg für den SVE. Doch wir hatten auch Phasen, insbesondere zehn Minuten vor und zehn Minuten nach der Halbzeit, wo wir gute Aktionen und Abschlüsse hatten. Leider waren keine zwingende Torchancen dabei. Zwei, drei Mal hatten wir uns gut durchkombiniert. Was mich aber ärgert, sind die drei Gegentore nach Standards. Die Eintracht hatte bei hohen Bällen in den Strafraum stets die Lufthoheit. Doch die Stimmung ist trotz der hohen Niederlage weiterhin gut, weil wir 25 Minuten Teil des Spiels waren. Die Eintracht hat natürlich eine brutale Qualität für die Klasse.“
