Die Ausgangslage ist klar: Mit der SG Laufeld/Buchholz und dem SV Lüxem treffen zwei ganz nah beieinander liegende Mannschaften im Abstiegskampf aufeinander.

Durch zwei Niederlagen (jeweils 1:4 gegen den TuS Schillingen und den SV Schleid) sind die Schützlinge von Trainer Oleg Tintor wieder in akute Abstiegsgefahr geraten. Die Vulkaneifeler sind nur einen Platz vom ersten Abstiegsplatz entfernt, befinden sich jedoch mit den punktgleichen Teams (je 17) aus Rascheid und Zeltingen-Rachtig auf Augenhöhe. Auch in der Wittlicher Vorstadt, am Lüxemer Grünewald, ist die Abstiegsgefahr trotz der guten Ergebnisse zuletzt längst noch nicht gebannt. 18 Zähler sind wahrlich kein Polster, um in Zukunft gelassen zu agieren. Laufelds Coach Oleg Tintor hat klare Vorstellungen, wie man den SVL knacken kann: „Lüxem hat Probleme in der Defensive. Dort müssen wir hinkommen. Gelingt es uns, die Chancen besser zu nutzen, dann werden wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden können.“ Die taktische Marschroute lässt der erfahrene Coach in konkreter Hinsicht noch offen: „Wir werden nicht ins offene Messer laufen. Wichtig ist, dass wir die Null halten, denn für ein, zwei Tore sind wir immer gut. Die Defensive wird enorm wichtig sein gegen die Lüxemer Offensive. Da brauchen wir eine gute Konterabsicherung, denn Nils Thörner, Nick Stülb oder Finn Hermann sind eminent schnelle Stürmer.“ Der Coach erwartet ein hitziges, aber faires Spiel. Es ist immerhin auch ein Derby, alle Protagonisten kennen sich bestens. Der Gewinner aus dem Spiel kann sich noch mal bisschen Luft auf die Abstiegsränge verschaffen.“ Was die Partie letztlich entscheidet, bringt Tintor auf folgenden Nenner: „Die Mannschaft mit dem größeren Willen wird das Spiel für sich entscheiden. Lüxem wird mit Wut im Bauch ins Spiel gehen und die Niederlage aus dem Hinspiel korrigieren wollen. Dort gilt es dagegenzuhalten.“ Nach Angaben des Trainers sind bis auf die drei Torleute Leon Schermann, Thomas Becker und Richard Jany (alle verletzt) alle Spieler an Bord. Leon Kotowski hatte vergangenen Sonntag in Schillingen sein erstes Spiel im Laufelder Tor bestritten und „seine Sache super gemacht“. Für Lüxems Coach Nico Hubo, der sich mit Patrick Schmidt das Amt teilt, sind folgende Dinge relevant: „Es geht um wichtige Punkte, die am Samstag zu vergeben sind. Wir dürfen nicht die gleichen Fehler machen, wie im Hinspiel, das wir 0:6 verloren haben. Das war damals unser absoluter Tiefpunkt in der Hinrunde. Es darf uns nicht passieren, wieder unnötig in irgendwelche Konter zu laufen. Kompakt zu stehen und den Kampf anzunehmen sind genauso relevante Dinge, wie die Breite des großen Platzes in Wallscheid auszunutzen. Wir wollen schnell in die Umschaltbewegung kommen.“ Einen Schönheitspreis, das weiß auch Hubo, wird sicherlich nicht zu vergeben sein. „Es wird ein Kampfspiel und ein sicherlich intensives Derby, bei dem es auch körperlich zur Sache gehen wird“, so Hubo. Ähnliche Probleme zwischen den Pfosten gibt es auch in Lüxem. Joshua Stewart (Rückenprobleme) und Stefan Stroh (Fußverletzung) sind mehr als fraglich. Deshalb könnte der seine Torwarthandschuhe bereits an den Nagel gehängte Tobias Lamberti wieder ins Tor rücken. „Wir hoffen, dass bei Nils Thörner wieder alles okay ist bis zum Spieltag mit seinem dicken Fuß. Ansonsten haben wir eine volle Kapelle.“ Nach muskulären Problemen (diverse zerrungen) ist auch Hubo selbst noch mal einsatzbereit und eine Option von der Bank.

Wallscheid, Samstag, 16.3., 18.00h

Foto: Sandra Maes/Archiv