Irgendwie zeigten sich beide Seiten nicht so richtig zufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaften oder zumindest mit dem Ergebnis.

So sprach Ruwertals Trainer Benny Leis von „einer schwachen Bezirksligapartie über die gesamten 90 Minuten“. Beiden Mannschaften habe man die Tabellensituation sowie die Bedeutung des Spiels angemerkt, es gab viel Abtasten und jede Menge Hektik. „Die erste Halbzeit ging klar an Tawern, die zweite eher an uns. Wir haben viel in die eigene Laufarbeit und Defensive investiert. Es war ein glücklicher Punkt für uns. In Summe war es ein überschaubares Spiel mit gerechtem Ausgang.“ So habe nicht seine Mannschaft, sondern eher Tawern tief gestanden, die Lücken nach vorn kaum gefunden, ließ Leis ein Gleichgewicht in den Spielanteilen durchblicken. Freilich, so merkte Leis an, reiste seine Mannschaft ersatzgeschwächt nach Tawern. „Über 90 Minuten haben die Alternativen gefehlt, zudem hat sich Sven Meyer kurz vor der Halbzeit verletzt, wir hoffen, dass es bei ihm übernächste Woche wieder reicht.“ Denn die regulär anstehende nächste Partie gegen den SV Schleid wurde auf Dienstag, den 9. April verlegt. Grund ist die Einbindung gleich mehrerer Schleider Spieler am kommenden Wochenende beim in Bitburg stattfindenden Beda-Markt. „Schleid hatte angefragt, wir haben ihrem Antrag entsprochen und uns auf diesen Ausweichtermin geeinigt. Ich möchte gegen eine komplette Schleider Mannschaft antreten“, ließ der Ruwertaler Coach durchblicken. Am Ende eines von Tawern überlegen geführten Spitzenspiels haderte der Coach des SVT mit der Chancenverwertung und der eigenen Inkonsequenz. Im ersten Abschnitt ließ Tawern keinen Zweifel am angestrebten Sieg aufkommen: Luca Grüns Flanke von der Grundlinie auf den Elfmeterpunkt verwertete Giancarlo Pinna freistehend zur Führung – 1:0 (21.). Anschließend betrieb Tawern Chancenwucher und überwand die tiefstehende Ruwertaler Abwehr nicht mehr. Als niemand mehr daran glaubte, überwand Tobias Krämer Tawerns Schlussmann Jonas Krista vom Elfmeterpunkt, nachdem Ken Lippert den einschussbereiten Jannis Hoffmann gefoult hatte – 1:1 (85.). Es war der einzige Torschuss der Gäste im gesamten Spiel. „Wir hatten genügend Möglichkeiten zum Sieg. Ich muss meiner Mannschaft eine gute Leistung attestieren, sie hat mutig und druckvoll nach vorn gespielt und defensiv gar nichts zugelassen. Nur waren wir vor dem Tor nicht zwingend genug, um den Ruwertaler Riegel zu knacken. In der zweiten Halbzeit war es ein Abnutzungskampf“, gestand Tawerns Coach Steve Birtz.