Nach drei Spielen ohne Sieg kehrte der SV Schleid in Konz in die Erfolgsspur zurück.

Mit einem 2:0-Auswärtssieg am Saar-Mosel-Eck verteidigten die Grün-Weißen aus der Eifel ihren vierten Tabellenplatz. Trotz der Niederlage, es war die erste Pleite nach drei siegreichen Partien, zeigte sich SVK-Trainer Oliver Hongla mit der Leistung  seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft in beiden Halbzeiten, hatten uns Minimum sieben, acht richtig gute Torchancen herausgespielt, doch die Chancenverwertung war nicht optimal. Der SV Schleid zeigte sich brutal effektiv. Dennoch bin ich nicht unzufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft.“ Bei den beiden Gegentoren war der SVK nicht energisch genug in die Zweikämpfe gekommen. „Da hätten wir einen Tick galliger, bissiger und auch aktiver sein müssen“, so Hongla. Was dem Coach der Konzer aber noch mehr auf den Magen schlug als die Niederlage, waren die Verletzungen von Pascal Güth und Felix Schmand. Schmand musste Hongla nach knapp einer Stunde wegen einer Knieverletzung rausnehmen, Güth dann in der 77. Minute ebenso. „Es tut weh, denn bei Felix besteht Verdacht auf Kreuzbandriss. Und Pascal Güth hatte sich nach einem Pressschlag mit einer Prellung am Fuß durchbeißen müssen. Beide fehlen uns am Mittwoch in Rascheid und auch am Sonntag in Schillingen“, blickte der SVK-Coach bereits auf die letzten beiden Partien in 2023 voraus. Bei beiden Toren war der Konzer Keeper Jordan Nkamgove machtlos. Tim Hartmann stand nach einem Eckball von Nico Britz punktgenau richtig und drückte die Kugel mit einem platzierten Kopfball ins rechte untere Eck – 0:1 (34.). Und beim 0:2 zeigte Hartmann, dass er ein begnadeter Torjäger ist, als der Spielertrainer des SVS einen Steckpass von Aaron Matondo mit einem Flachschuss ins lange Eck verwertete – auch da war Nkamgove machtlos – 0:2 (69.). Die Top-Chancen, die der SVK vergab, ärgerten nicht nur den Trainer. Kurz vor der Pause verpasste Tim Kugel beispielsweise eine scharfe Hereingabe von Jonas Kürwitz um Haaresbreite und setzte den Ball neben den Pfosten. Nach einem Eckball von Nils Noner trudelte ein Kopfball von Pascal Güth um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Auch der eingewechselte Michel Kupper-Stöß verpasste ein mögliches Anschlusstor. Schleids Spielertrainer Taner Weins war hingegen zufrieden mit den gezeigten Tugenden sowie dem effektiven Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben noch mal die Basics abgerufen, zeigten Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und eine funktionierende Kommunikation. Es war wichtig, dass wir zu den richtigen Zeitpunkten unsere wenigen Chancen in Tore umgemünzt haben.“ Weins gestand, dass der Sieg noch mal „wichtig für die Köpfe war und die Jungs noch mal ein Erfolgserlebnis hatten. Nur müssen wir die Konter besser ausspielen, treffen dort häufig die falschen Entscheidungen. Doch ich will nicht meckern, es hat ja zum Sieg gereicht bei einer guten Konzer Mannschaft.“   

Foto: Alfred Weinandy