Wenn die DJK Pluwig-Gusterath am Sonntag beim FSV Tarforst antritt, hat sie bereits ein intensives Match in den Beinen. Am Dienstagabend stand das Nachholspiel der Pluwiger beim SVE auf dem Programm (bei Redaktionsschluss war diese Partie noch nicht beendet).
Je nach Ausgang stehen die Schwarz-Weißen auf der Tarforster Höhe ein paar Kilometer bergabwärts schon unter Zugzwang. Einen Ausrutscher können sich Uwe Wess und Co. also nicht erlauben beim Tabellenvorletzten. Trotz der klaren Tabellenkonstellation warnt der Coach der DJK seine Spieler ausdrücklich davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir haben im Vorjahr dort verloren und zu Hause auch nur Unentschieden gespielt. Wir werden hier niemanden unterschätzen und das Spiel so annehmen, als ob es um die Meisterschaft geht. „In Tarforst lagen wir bereits 3:1 vorne, kriegen in diesem kuriosen Spiel zwei Elfmeter gegen uns und verlieren noch 3:4. Und bei unserem Heimspiel gelingt Tarforst in der Nachspielzeit mit einem Last-Minute-Tor noch der Ausgleich zum 3:3. Allein deswegen gehen wir dieses Spiel seriös und mit Demut an“, weiß Wess um die Stärke des Gegners. Der Coach möchte nicht wieder eine böse Überraschung erleben. „Wir müssen von Beginn an konzentriert sein, auch wenn die Fakten für uns sprechen. Unser Ziel sollten drei Punkte sein. Dafür benötigen wir eine kontrollierte Offensive und einen klaren Kopf“, setzt Wess eine klare Prämisse. Während Marcel Kohl (aus Urlaub) und Tim Denzer (aus Verletzung) wieder an Bord sind, fallen Florian Berens (Oberschenkelprobleme), Benedikt Schroeder (Urlaub) und Artur Krapp (Sprunggelenkverletzung) aus.
Für die Tarforster Rheinlandligareserve geht es im ewigen Derby gegn die DJK um enorm viel. Verliert das Team von Steffen Hilmer erneut, droht ein Daueraufenthalt im Parterre der Liga. Trotz der krassen Außenseiterrolle, die der FSV bekleidet, wolle der FSV mutig und entschlossen in die Partie gehen. „Ich rechne mit einem offenen Kampf, mit einem Spiel, das in alle Richtungen kippen kann. Es wird auf jeden Fall unterhaltsam und intensiv“, weiß Hilmer. Wie er den Gegner knacken könne, lässt der Coach offen, verrät aber, dass der „Untergrund für uns spricht, in einem Heimspiel sind die Spiele auf dem Kunstrasen grundsätzlich schneller und technisch versierter. Wenn wir unsere Stärken ausspielen und die Intensität ähnlich wie in Schöndorf auf den Platz bringen, haben wir eine Chance.“ Aktuell sei die Personallage noch in einigen Punkten unklar. David Fiegler wird definitiv ausfallen, Leif Rosenthal, Thorsten Ulmen, Martin Gorges und Sebastian Rißmann weilen im Urlaub. Felix Nimmrichter ist auf einer Geschäftsreise in China. Leon Fuchs hat sich im Training verletzt und wird wohl in der Hinrunde nicht mehr auflaufen können.
TR-Tarforst, Sonntag, 22.10., 14.30h
Foto: Archiv/David Prieske
