Noch läuft es nicht richtig rund bei beiden Trierer Mannschaften. So treffen zwei Teams, die auf den Rängen elf (VfL) und zwölf (Tarforst) notiert sind, als Tabellennachbarn aufeinander. So verbietet sich für beide auch eine weitere Niederlage.

Die Tendenz geht in Richtung VfL-Sieg, doch im Derby greifen häufig andere Gesetze. Da wird der Gegenspieler schon mal mehr beackert und härter angegangen als normal üblich und dort werden im Regelfall fünf bis zehn Prozent mehr herausgekitzelt als gegen Gegner, die nichts mit der räumlichen Nähe zu tun haben. Man kennt sich, man schätzt sich eben. VfL-Trainer Bilal Boussi weiß um die Stärken des Gegners: „Auch wenn sie derzeit auf einem Abstiegsplatz stehen, werden sie auf lange Sicht nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben, weil sie irgendwann im Frühjahr auch personell von oben oder aus der A-Jugend nachschieben können, wenn es die Situation erfordert. Die Tarforster Zweite ist eine junge Truppe und eine fußballerisch gut ausgebildete Mannschaft, die auf keinen  Fall absteigen sollte.“ So erwartet der 43-Jährige ein Derby auf absolut ähnlichem Niveau, bei dem die Tagesform und Details entscheiden werden. „Derjenige gewinnt dieses Spiel, der mehr bereit ist, sich zu quälen und/oder einen Ticken mehr Wille und Mentalität einbringen wird.“ Dem VfL fehlen im Heimspiel die Gelb-Rot-gesperrten Mohamed Elhelw und Nico Franzen sowie die Verletzten Till Wollenweber und Arne Hackmann. Patrick Hardge wird im Kader zurückerwartet, er hat seine Muskelblessuren weitgehend behoben.

Die Zielsetzung für FSV-Coach Steffen Hilmer ist klar: „Wir wollen nicht mit leeren Händen nach Hause fahren, ich habe die Erwartung an uns, dass wir mit klarem Kopf und viel Mentalität in das Spiel gehen“. Und konkretisiert anschließend: „Wir werden gemeinsam im Laufe der Woche einen Plan erarbeiten, wie wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und die Spieler auf den Platz bringen, die genau dazu in der Lage sind, ihre Qualität abzurufen. Wenn das alles passt, können wir aus Heiligkreuz auch gewinnen.“ Personell ist in Tarforst traditionell einiges in Bewegung: Luis von der Groeben und Finn Finkenberg werden umzugsbedingt nicht mehr verfügbar sein. Providence Ebere fällt vorerst mit Leistenproblemen aus. Jan Bauchmüller wird wieder voll einsatzfähig sein und auch Marcel Dammer drängt sich nach der Verletzung auf. Janos Cip und Felix Nimmrichter sind auch wieder verfügbar, wohl aber noch keine Option von Beginn an.

TR-Heiligkreuz, Sonntag, 1.10., 15.00h