Mit dem ersten Saisonsieg hat der TuS Schillingen die rote Laterne an die SG Wallenborn abgegeben, dessen Auswärtsspiel in Geisfeld wegen der schweren Verletzung von Joseph Lochen abgebrochen werden musste.
Gegen das zuletzt im Aufwind befindliche Ellscheid zeigte Schillingen eine couragierte, vor allem aber effektive Vorstellung, in dem es sich mit zwei tollen Abschlüssen belohnte. Dabei hätte die umkämpfte Partie im Hochwald auch anders laufen können. Denn Ellscheids Spielertrainer Markus Boos brachte einen Foulelfmeter nicht am reaktionsstarken TuS-Torhüter Marius Becker vorbei. Das war nach einer Viertelstunde Spielzeit. Weil der TuS gut sortiert stand und immer wieder auf Nadelstiche setzte, war es zunächst Christoph Becker vorbehalten, einen Steckpass von Tobias Anell zur 1:0-Führung zu verwerten – 1:0 (40.). Kurz vor der Halbzeit stellte Jannik Willems nach Eckball von Robin Moser per Kopfball auf 2:0 (45.). Ellscheid generierte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, agierte aber nicht zwingend genug. Markus Boos erklärte die Niederlage im Hochwald damit, dass „Schillingen unglaublich effektiv war. Wir haben drei Torschüsse zugelassen und waren bei deren Kontern nicht griffig genug. Sie haben bis zum Sechzehner alles wegverteidigt. Das ist brutal ärgerlich, weil es eine vermeidbare Niederlage war. Die tut schon weh, aber ich habe immer gesagt, dass es auch Rückschläge gibt mit dieser noch sehr jungen Mannschaft.“ Nils Röckel mit einem Kopfball und Thomas Schweisel mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze besaßen gute Möglichkeiten, die Partie mit dem Anschlusstreffer nochmals spannend machen zu können. Schillingen habe sehr stark gegen den Ball gearbeitet und vor allem kämpferisch überzeugt. Dessen Trainer Sebastian Wahlen fielen mehrere Steine vom Herzen. „Es herrscht große Erleichterung bei uns. Doch wir haben verdient gewonnen, weil wir endlich mal das hinbekommen haben, was wir uns vorgenommen hatten. Defensiv haben wir wenig zugelassen und hatten auch neben den beiden Toren gute Umschaltmomente nach vorn. Wir haben leidenschaftlich verteidigt mit einem überragenden Marius Becker im Tor, der heute der beste Mann auf dem Platz war.“
Foto: Sandra Maes/Archiv
