Beim Auftakt gegen die FSG Ehrang II zeigte die SG Longuich-Kirsch das große Problem der Vorsaison: Inkonstanz. An gute technische und spielerische Szenen reihten sich Fehlpässe und unüberlegte Aktionen. Für Trainer Andreas Weber steht ohnehin fest, dass man diese Leistung gegen Bekond steigern muss, um sich erneut drei Punkte zu sichern.

11ER: Herr Weber, mit dem Auftaktspiel Ihrer Mannschaft schienen Sie nicht zufrieden zu sein. War dieses Spiel nach der Vorbereitung zu erwarten?
Andreas Weber: Das Einzige was mich gestern zufrieden gestellt hat, war das Ergebnis und die drei Punkte. Die Vorbereitung war nicht wie erhofft, da einige noch im Urlaub waren und dadurch die Trainingsbeteiligung in den Anfangswochen eher schlecht war. Es ist ja okay, wenn die Jungs Urlaub machen, aber drei Wochen während der Vorbereitung macht es uns nicht leichter. So hatten wir in den Vorbereitungsspielen immer einen anderen Kader und konnten uns nicht richtig einspielen. Wir haben ja auch drei bis vier Neuzugänge die integriert werden sollten. In der Summe war ich also nicht zufrieden. Die Ergebnisse in der Vorbereitung sprechen da eine deutliche Sprache. Dabei ist die Mannschaft fast unverändert zusammengeblieben und mit Nick Emmerich haben wir nur einen Abgang.

11ER: Welche Ziele haben Sie für die aktuelle Spielzeit ausgegeben? Was muss sich in dieser Saison verbessern?
Andreas Weber: Wir hatten in der letzten Saison Probleme mit der Kontinuität. Gegen Mannschaften, die oben standen, haben wir gut gespielt; gegen Mannschaften, die unten standen, haben wir viele Punkte verloren. In dieser Saison wollen wir uns stabilisieren, eine gute Rolle spielen und im oberen Tabellendrittel landen. Für ganz nach oben wird es wahrscheinlich nicht reichen, weil uns noch die Erfahrung fehlt. Ich lasse mich aber gerne überraschen.

11ER: Gegen Ehrang lief ihr Team mit einer Viererkette auf. Amadou Konate, der eigentlich Offensivspieler ist, spielte beispielsweise Außenverteidiger. Trat ihre Defensive schon mal in dieser Besetzung auf?
Andreas Weber: Mit Nick Emmerich hat uns ein Stabilisator verlassen. Daher mussten wir etwas umstellen, aber so hat die Viererkette definitiv noch nicht zusammengespielt. Amadou bringt sehr viel mit, hat mir aber in der Offensive oft zu wenig für seine Anlagen gemacht. Ich habe ihn gegen Saarburg als Außenverteidiger ausprobiert und da hat er super gespielt. Er war auch gestern einer der wenigen, die einen ordentlichen Job gemacht haben. Mit Aladin Shallar, der viel Dynamik mitbringt, haben sich die Außenverteidiger für mich festgespielt. Die beiden sollen die Positionen langfristigen begleiten. Alle anderen Positionen können punktuell wechseln, da in unserem Kader – mit 18 bis 20 Spielern – 15 Spieler sehr eng beieinander liegen.

11ER:
Mit dem SV Bekond wartet nun einer der Aufstiegskandidaten. Welchen Gegner erwarten Sie am Sonntag?
Andreas Weber: Wir kennen Bekond noch aus der letzten Saison, da waren sie schon eine gute Mannschaft. Jetzt haben sie sich weiter verstärken können und mit Pascal Lex aus Leiwen und Christoph Morbach von Ruwertal erfahrene Spieler hinzubekommen. Ich gebe Bekond deshalb gerne die Favoritenrolle. Es ist ein Derby und wir freuen uns einfach riesig darauf. Ich denke, es wir nochmal ein komplett anderes Spiel als gegen Ehrang.

11ER: Wie kann man die Bekonder schlagen?
Andreas Weber: Es ist in der B-Klasse schwierig eine genaue taktische Marschrichtung vorzugeben. Wir werden versuchen, die Räume eng zu machen und schnell den Weg nach vorne zu finden. Wir wissen, dass wir vorne sehr gut besetzt sind. Das wollen wir nutzen.

11ER: Wie sieht es personell vor dem Topspiel aus?
Andreas Weber: Nico Reis ist durch seine Rote Karte gesperrt. Das war eine Dummheit, die uns schwächt, weil er ein sehr guter Spieler ist. Ich kann verstehen, dass man verärgert ist, wenn dir jemand auf den Fuß tritt, aber er muss sich da besser im Griff haben. Dafür rückt Markus Kündgen wieder in den Kader. Michael Münch fehlt uns noch verletzt.