Während Ehrang, Sirzenich und auch Osburg ein dominantes Führungstrio bilden, rückt ein starkes Mittelfeld immer näher heran und erhöht den Druck auf die Führungs-Elite der Liga. Reichlich Spannung keimt aber auch mit Blick nach unten auf. Der Punkteabstand im Mittelfeld und ebenso im Tabellenkeller ist ziemlich eng und dürfte wohl auch im weiteren Verlauf der Saison für reichlich Spannung sorgen. 

FSG Ehrang/Pfalzel
Sportlich erfolgreich und das gleich in zwei Wettbewerben – so gelang der Truppe von der Heide neben dem starken Ritt in der Liga auch ein weites Vorrücken im Bitburger Rheinlandpokal, als man in diesem Turnier erst nach einer 0:2-Niederlage gegen Regionalligist Rot-Weiß Koblenz im Viertelfinale die Segel streichen musste. Durch ein starkes Aufbäumen mit Charakter möchte man nun in der Liga mit Aufstieg den großen Streich wagen.

SV Sirzenich
Ähnlich wie auch in den Jahren zuvor markiert der SV Sirzenich auch heuer den engsten Verfolger auf Ehrang. Ein Wettrennen der besonderen Art, übernahm im Sommer dieses Jahres Andreas Wagner die Geschicke auf der Trierer Höhe, der keinen Geringeren an der Seitenlinie ablöste als Trainer-Legende und SVS-Urgestein Helmut Gorholt. Er übernahm ein intaktes Team. Wagner schenkt starken Einzelspielern sein Vertrauen, der aber trotz Qualität, und das im gesamten Kollektiv, die Leistung seiner Jungs oftmals kritisch beäugte. Trotzdem markiert sein Team einen starken zweiten Rang, gespickt mit 36 Punkten auf dem Konto. Ferner beherbergen sie sogar mit Joshua Bierbrauer den bisher gefährlichsten Stürmer der Liga, der bis dato eine Trefferquote von 23 Toren aufweist.

SG Osburg
Nummer drei des führendes Trios kommt aus Osburg. Viele Jahre unter den Top-Fünf-Teams der Liga mitgemischt, mischt die von Daniel Becker trainierte SGO auch heuer wieder bei der Liga-Elite mit. Auf Platz drei und mit 35 Punkten den Anschluss zum Zweiten und Ersten keineswegs aus den Augen verloren, absolviert diese Truppe bislang eine starke Leistung, auch wenn es anfangs zunächst Startschwierigkeiten gab. Becker ist mehr als zufrieden, redet aber noch nicht von einem Aufstieg, der in seinen Augen zu früh komme.

SV Tawern
In Tawern reitet man in vollster Zufriedenheit Richtung 2020. Höhen und Tiefen galt es, in der ersten Saisonhälfte zu meistern, beäugt Trainer Thomas Konz das Aufbäumen seiner Jungs mit einem gesunden Resümee. Aktuell pflegt man Platz vier und 31 Punkte. Das Saisonziel ruht auf dem Nichtabstieg. Für höhergesteckte Ziele ist es noch zu früh, backt Konz mit seinem Team kleinere Brötchen – und das in einer gesunden Manier. So wächst der Druck nicht in die Höhe und die Spiele fallen einem leichter von der Schulter.

DJK Pluwig-Gusterath
Zuhause eine bisher ungeschlagene Macht, ließ man auswärts, und das schon relativ ungewöhnlich, viele Punkte auf der Strecke liegen. Die Auswärtsschwäche in Pluwig war definitiv ein Thema in diesem Jahr. 2020 hofft man dagegen auf mehr Konstanz und das auch auf fremden Böden. Ansonsten ist bei den Höhenkickern alles beim alten Stand. Die Qualität ist wie auch schon die Jahre zuvor vorhanden und wird von reichlich Kompetenz an der Seitenlinie abrundet. Auch hier käme ein möglicher Aufstieg zu früh. Die DJK ist noch nicht bereit, dennoch klopft man als Tabellenfünfter bereits ans Oberhaus der Liga-Elite an.

SV Föhren
Im gesicherten Mittelfeld zuhause, warf man die Sorgen beim SV Föhren einst über Bord. Die Stimmung ist gut und das schwarz-weiße Konto mit 28 Punkten und Platz sechs relativ zufriedenstellend bestückt. Einige Punkte ließ man auf der Strecke liegen, man machte oftmals zu viele individuelle Fehler und wurde prompt vom Gegner bestraft. Man lernte aus den Fehlern und hofft nun in 2020 auf mehr Konstanz. Föhren hat die Qualität, oben mitzuspielen, nur müsste man diese öfters abrufen.

SG Serrig
Anfangs holprig und mühsam, zeigten sich die Kicker aus Saarburg oftmals im Trauerkleid und belegten viele Spieltage lang einen direkten Abstiegsplatz. Trainer Bastian Hennen, der diese Truppe im Sommer 2019 übernahm, ließ zunächst Geduld walten und gab seinen Jungs Zeit, um sich aus dieser schweren Anfangsphase zu befreien. Im weiteren Verlauf zahlte sich schließlich seine Geduld aus und Saarburg rückte dank einer starken Serie von mehreren Siegen bis ins sichere Mittelfeld vor.

TuS Reinsfeld
Als Aufsteiger gibt Reinsfeld bisher eine ordentliche Figur ab. Trotz Personalsorgen zieht Trainer Markus Schwind ein positives Fazit. Sein Team ist stark und dürfte wohl auch am Ende der Saison dem Saisonziel Klassenerhalt mehr als gerecht werden. Höhere Ziele am Rösterkopf sind in Planung, doch erst einmal gilt es, sich in dieser starken Liga zu etablieren. Die Qualität und Leidenschaft sind auf jeden Fall jetzt schon mehr als vorhanden.

SG Trier-Zewen
Neuer Trainer, erhebliche Anfangsschwierigkeiten, einige neue Spieler und nach vielen Rückschlägen nun endlich im ruhigen Gewässer angekommen: Die Vereinten aus Zewen, Igel und Langsur haben sich sportlich gefangen. Trainer Patrick Zöllner kann durchatmen und den Blick beruhigt auf die spielfreie Zeit richten, in der man nun mit 18 Punkten auf Platz neun überwintert.

SG Kordel
Nach zahlreichen Rückschlägen kickt man nun auch in Kordel wieder stabil. Die Moral und Leidenschaft passt, konnte Trainer Klaus Grüber mit seinem Team zumindest vorerst die Abstiegszone verlassen. Aktuell schnürt man Platz zehn, gespickt mit 18 Zählern auf dem Rücken. Die Hoffnung ist da – blickt man auf die letzten Wochen zurück, wo Grübers Jungs nicht immer einen erfolgreichen, doch letztendlich kämpferischen und leidenschaftlichen Fußball geboten haben.

FC Könen
Nach einem starken Auftakt von zahlreichen Erfolgen legte der steigende Trend beim FC Könen zumindest vorerst eine Pause ein. Die Tabelle fiel mal stetig abwärts, in 2020 hofft man in grün-weißer Manier nun endlich wieder auf mehr Konstanz und die Rückkehr zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle. Die Hoffnung überwiegt jedoch und Könen dürfte wohl auch 2020 den Klassenerhalt einmal mehr unterstreichen.

SG Wasserliesch / SV Freudenburg / FSV Tarforst II
Die drei Abstiegskandidaten zum Jahreswechsel kommen aus Wasserliesch, Freudenburg und Tarforst. Während mit Freudenburg (acht Punkte) und Wasserliesch (13 Punkte) gleich zwei Aufsteiger einen direkten Abstiegsplatz pflegen, hofft man auch beim Schlusslicht aus Tarforst auf ein versöhnliches Happy End, auch wenn die Ausgangslage mit erst vier Punkten mehr als düster erscheint. Ein kompletter Neuanfang malt den Grund der Tarforster Abschiedstour, die wohl realistisch betrachtet nur noch reine Formsache sein dürfte, sollte in der Winterpause nicht doch noch ein Wunder in Form von Verstärkungen geschehen. Es bleibt spannend im Tabellenkeller.