Der Hermeskeiler SV machte die fünf Niederlagen zu Saisonbeginn vergessen und feierte am vergangenen Wochenende den dritten Sieg in Folge. Dabei aber nicht gegen irgendwen, denn nach der SG Fidei schlug der HSV mit der SG Pölich bereits den zweiten Spitzenreiter. Mit der SG Fell wartet nun ein vermeintlich schwächerer Gegner, der trotz zahlreicher Ausfälle dennoch zum Stolperstein für Hermeskeil werden könnte. 

In den Partien gegen Osburg II, Mandern, Kell und Schweich II verbuchte die SG Fell insgesamt nur vier Punkte. Eine durchwachsene Ausbeute, die auch auf die aktuelle Personalsituation der Spielgemeinschaft zurückzuführen ist. Denn obwohl Spielertrainer Andreas Weber für gewöhnlich zahlreiche Spieler zur Verfügung stehen, stößt der gut bestückte Kader aktuell an seine Grenzen. Verantwortlich dafür sind gleich mehrere Ausfälle: Kapitän Louis Welter wird mit einem Achillessehnenriss die ganze Saison ausfallen, Amadou Konate brach sich das Wadenbein, Markus Kündgen und Nick Emmerich sind gegen Hermeskeil rotgesperrt. Damit fehlen den Fellern vier Spieler, ohne die kurzfristigen Ausfälle hinzuzuzählen. Gravierender wird das Problem laut Weber dadurch, dass diese Ausfälle allesamt wichtige Führungsspieler sind: „Wir haben viele Spieler mit Anfang 20, die schon einige Spiele gemacht haben. Führungsspieler sind aber die Älteren wie Louis Welter, der die Mannschaft mit seiner Persönlichkeit zusammenhalten kann, Nick Emmerich als tragende Säule in der Viererkette, Markus Kündgen und andere. Davon werden uns aber die meisten fehlen. Andere Teams haben auch Ausfälle zu beklagen, doch aufgrund der Vielzahl ist es momentan schwer.“ Gegen Hermeskeil steht den Fellern damit eine umso größere Aufgabe bevor. Nach fünf Niederlagen in Folge verbuchte der HSV gegen die SG Fidei (5:2), Schweich II (2:0) und den ehemaligen Spitzenreiter Pölich (2:1) drei Siege in Folge. Dadurch mauserte sich die Truppe von Björn Probst vom Schlusslicht zum Tabellenzehnten. Auswirkungen auf das Feller Spiel sollen die jüngsten Ergebnisse laut Coach Andreas Weber nicht haben: „Wir wollen jedes Spiel gleich angehen und kompakt stehen, dabei schnell nach vorne umschalten und unsere Chancen suchen. Das ist unser Spiel. Hermeskeil war nie ein Gegner, der sich hinten reingestellt hat. Das könnte uns in die Karten spielen, weil wir mit jungen, dynamischen Spieler schnell umschalten können.“ Die Hermeskeiler setzen laut Trainer Björn Probst auf eine ähnliche Taktik: „Wir wollen hinten immer sehr stabil stehen und wenige Gegentore bekommen. Mit Daniel Kratz und Elias Berrang haben wir zwei gute Sechser, die da viel abräumen.“ Offensiv fehlt dem HSV allerdings Mathias Biwer, der mit zwei Toren und drei Assists der Topscorer des Tabellenzehnten ist. „Mathias wurde öfter hintereinander gefoult und ist dann irgendwann aufgestanden und hat seinen Gegner umgestoßen. Er wird also vermutlich mehrere Spiele gesperrt werden. Wir haben einen Plan, wie wir ihn ersetzen wollen, aber den werde ich noch nicht verraten“, erklärt Probst. Unterdessen hofft der Hermeskeiler Coach, dass Lars Dengler und Johannes Ziegenhagel in den Kader zurückkehren. Unterdessen sind Probst und Trainerkollege Sascha Seimetz noch fraglich. Amar Pilav wird urlaubsbedingt fehlen.
Hermeskeil, So., 13.10., 14.30h