In einem kampfbetonten und laufintensiven Spitzenspiel gingen die Punkte nach Föhren. Trotz eines spielerisch ordentlichen Auftritts der Reinsfelder reichte es am Ende weder zum Sieg noch zum Unentschieden. Weil Gusenburgs Gastspiel in Rascheid den Platzverhältnissen zum Opfer fiel, rangieren mit Föhren II, Reinsfeld und Gusenburg aktuell drei Mannschaften punktgleich auf den Plätzen eins bis drei.
Carsten Lambrecht war beim SV Föhren II gefeierter Mann des Tages. Der etatmäßig als Offensivspieler in der ersten Mannschaft eingesetzte Lambrecht wurde aus Mangel an geeigneten Alternativen ins Tor beordert – mit durchschlagendem Erfolg. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte der Ersatz-Keeper stets einen Fuß dazwischen, nachdem Nils Hemmes, Chris Mai oder Benni Schirra in aussichtsreichen Positionen das Tor eben nicht trafen. Reinsfeld schlug spielerisch die feinere Klinge, doch Föhren lief die Räume geschickt zu und verteidigte gut. Chancen auf Föhrener Seite blieben allerdings Mangelware. Benni Schirra hatte in der 30. Minute nach einem Eckball die einzige Möglichkeit in Durchgang eins, nach dem Wechsel scheiterten Jannik Klas und Schirra jeweils mit Pfostenschüssen am längst verdienten Ausgleich. Die Entscheidung für die Gäste reifte, als ein Spielzug über die rechte Seite eingeleitet wurde, David Haubrich scharf auf Steven Schappo zurücklegte und dieser aus zentraler Position den Ball über die Linie drückte (84.). Föhrens Trainer Sebastian Pull sah einen „glücklichen Sieg, doch wie Carsten Lambrecht seine Aufgabe als Ersatztorwart meisterte oder die Abwehr stets einen Fuß dazwischen bekam, war schon klasse“. Markus Thees vom TuS Reinsfeld ärgerte sich über die fahrlässig ausgelassenen Chancen. „Wir sind gut aufgetreten und haben auch gut gespielt. Im letzten Drittel waren wir zu nervös, der letzte Pass kam nicht an.“