Eine Mannschaft dominiert das Klassement nach Belieben und ist allen anderen Mannschaften um Längen voraus: Die SG Mandern/Waldweiler marschiert schnurstracks in Richtung B-Liga und brilliert sowohl mit der besten Offensive als auch mit der stabilsten Defensive. Auch über Platz zwei braucht man sich wohl kaum noch Gedanken zu machen: Ruwertal II ist die zweite Kraft in der Liga und auf Relegationskurs.
SG Mandern
In den letzten Jahren gab es kaum eine Mannschaft, die derart souverän durch die Liga marschierte. Nach 16 Spielen ist das von Uwe Wess gecoachte Team noch immer ungeschlagen, erlaubte sich ein einziges Remis. 74 erzielte Tore und lediglich acht Gegentreffer weisen den designierten Meister als Team mit den besten Eckwerten aus. Michael Kasel, Sportlicher Leiter im Hochwald: „Mit der Verpflichtung von Uwe Wess gelang uns ein Glücksgriff. Uwe ist fachlich sehr kompetent und bereitet das Team akribisch auf jedes Spiel vor. Die Mannschaft besitzt zudem bereits die Qualität für die B-Klasse.“ Recht hat er. Uwe Wess: „Wir sind es gewohnt, unter Druck zu agieren. Die Mannschaft hat sich in den letzten Monaten weiterentwickelt und auf allen Positionen verbessert. Der gemeinsame Erfolg steht über den persönlichen Zielen. Die vielen guten Individualisten stellen ihr Können hundertprozentig in den Dienst der Mannschaft.“ Prognose: Mandern sollte stark und erfahren genug sein, um mit dem üppigen Polster von sieben Punkten Vorsprung auch souverän Meister zu werden.
SG Ruwertal II
Mit neun Punkten Vorsprung gegenüber der Konkurrenz nehmen die Ruwertaler direkten Kurs auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Das Team von Mark Stüttgen schießt viele Tore und ist auch im Abwehrverbund schwer zu knacken. Mit Ausnahme des 2:5 gegen Mandern ließ die SGR nur 0,81 Gegentore pro Spiel zu. „Das Fazit ist sehr positiv. Wir haben nur drei Spiele verloren, den Rest gewonnen. Ich bin mit der Leistung und der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden. Ich hoffe, dass wir nach der Winterpause an die Leistungen anknüpfen können. Dann werden wir sehen, ob wir den zweiten Platz halten können.“ Mit Max Tyrell stellt Ruwertal auch den besten Torschützen. Prognose: Ruwertal wird sicher Zweiter und setzt sich dann auch in der Relegation durch.
TuS Reinsfeld
Der Absteiger fand holprig in die Saison, ist jedoch seit Wochen auf Kurs. Der neue Trainer Markus Thees brachte wieder Zug und Disziplin in die Truppe. „Die Prämisse ist, oben dabei zu bleiben. Wir haben 30 Punkte gesammelt, das ist in Ordnung. Kommen nochmal 30 dazu, wären wir in Reinsfeld sehr zufrieden. Der Aufstieg war ohnehin kein Thema.“ Prognose: Der TuS bleibt zumindest in der Spitzengruppe, wird es aber mit Ruwertal nicht aufnehmen können.
SV Gutweiler
Gutweiler spielt eine gute Runde und hat sich in der erweiterten Spitzengruppe etabliert. Nach der Erkrankung von Trainer Jürgen Flesch übernahm Martin Neu interimsmäßig. Dieser kennt die Spieler bestens und führte die Truppe zuletzt zu sieben Punkten aus den drei letzten Spielen.
SG Zemmer
Der Absteiger musste hochkarätige Abgänge verkraften und konnte so nie an die Konstanz früherer Tage anknüpfen. Die Fidei-Elf befindet sich im Umbruch, sollte aber in der Lage sein, bei der Rückkehr der vielen Rekonvaleszenten zumindest Dritter zu werden. „Der direkte Wiederaufsteig stand nicht zur Debatte. Mit dem derzeitigen fünften Platz sind wir zufrieden und absolut im Soll. Das Unentschieden in Schillingen hängt uns noch ein bisschen nach. Hinten stehen wir stabil, nach vorne müssen wir noch an unserer Durchschlagskraft arbeiten“, bilanzierte Trainer Dieter Arens.
SG Issel
Die Schweicher Vorstädter überwintern auf Platz sechs. Mit Alexander Fisch hat sich ein Trainer-Novize gut in seine Funktion eingearbeitet. „Tabellarisch bin ich sehr zufrieden. Wir hatten am Anfang unsere Schwierigkeiten und mussten erst mal reinkommen. Nach dem sechsten Spieltag haben wir dann auch viele Spiele gewonnen. Die Mannschaft präsentiert sich insgesamt sehr gut.“ Prognose: Treffen Shigar & Co. weiterhin und wird die Abwehr noch stabiler, kann es durchaus bis auf Platz vier hoch gehen.
SG Gusenburg
Die Mannschaft von Patrick Hahn grüßte im Vorjahr zur exakt gleichen Zeit von der Pole Position. Nach dem 1:2 in Rascheid muss sich das gewohnt kompakte Team mit Platz sieben begnügen. Das Team ist noch zu unbeständig, hat jedoch genug Potenzial, um zumindest in den Top Fünf zu landen.
SV Leiwen II
Die notorische Auswärtsschwäche wurde mit starken Auftritten vor eigenem Publikum mehr als kompensiert. „Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wir stehen besser da als letztes Jahr und sind im Soll. Wir brauchen unbedingt eine größere Trainingsbeteiligung, ich weiß aber auch, dass berufliche Dinge vorgehen“, zeigt sich Trainer Helmut Winnebeck zufrieden.
SV Mehring III
Nach dem Wechsel von Holger Bach auf Michael Diederich ging es wieder aufwärts beim SVM. Sechs Spiele ohne Niederlage sorgten an der Mosel für Entwarnung. Das Team hat in der Offensive Reserven, stand hinten zuletzt aber stabil.
SG Rascheid II
Der Trainerwechsel von Stefan Eli auf Stefan Borresch wurde geräuschlos vollzogen. Nach zuletzt schwächeren Leistungen brachte der jüngste Sieg gegen Gusenburg enorme Entspannung im Abstiegskampf. „Wir haben viele Spiele verloren, die wir nicht hätten verlieren müssen. Wir brauchen im Frühjahr noch etliche Punkte, damit wir sicher stehen am Saisonende. Wir müssen konditionell nachlegen und auch im Spiel nach vorne weiter an uns arbeiten“, so Stefan Borresch.
SV Farschweiler
Der Aufsteiger steht nach einem schlechten Saisonstart im unteren Mittelfeld und hat mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun. Coach Jörg Lauer: „Die Mannschaft hat schon viel gelernt, muss aber stetig dazulernen. Unser Ziel bleibt ein Nichtabstiegsplatz. Zuletzt gingen uns die Spieler aus.“
TuS Mosella Schweich III
Die Mosella ist die vielleicht größte Enttäuschung der Saison. „Die Liga ist stärker geworden mit den vielen ersten Mannschaften. Natürlich könnte unsere Platzierung besser sein. Wir mussten jedoch oft umstellen und Spieler an die zweite Mannschaft abstellen. Wir müssen noch an den Abschlüssen vor dem Tor arbeiten“, musste sich Coach Andre Badem mit Rang zwölf begnügen.
SG Pölich II
Mit dem Sieg gegen Schlusslicht Schillingen ist der Hoffnungsfunke neu entfacht worden. „Insgesamt bin ich aber nicht zufrieden mit der Einstellung und der Mentalität einiger junger Spieler. Eine bessere Trainingsbeteiligung würde uns einige Punkte mehr ermöglichen“, sagt Coach Michael Zell.
TuS Schillingen II
Die TuS-Reserve hat noch kein Spiel gewinnen können und wird aller Voraussicht nach auch die Liga wieder nach unten verlassen müssen.