Es ist das ultimative Abstiegsendspiel: Schlusslicht Schillingen – noch immer ohne Sieg – greift gegen den Vorletzten Pölich nach dem letzten Strohhalm und muss die Partie gewinnen, wenn die Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt bestehen bleiben soll. Beide Mannschaften spekulieren auf Abstellungen aus deren ersten Vertretungen. Sollte Pölich verlieren, würde der Abstand aufs rettende Ufer weiter anwachsen.

Die Serien können schlechter kaum sein: Während Pölich die letzten fünf Spiele verlor und erst zweimal überhaupt den Platz als Sieger verließ, liest sich die Bilanz des TuS Schillingen II noch verheerender. Die zwei Unentschieden resultierten aus den Partien gegen Mehring (2:2) vom sechsten und gegen Zemmer (5:5) vom zehnten Spieltag. Die letzten sechs Spiele gingen verloren. Die Ausgangslage könnte also schlechter nicht sein. Pölichs Trainer Michael Zell haderte vor allem mit dem letzten Spieltag. „Da ist alles gegen uns gelaufen, weil Mehring und Farschweiler gewannen.“ Das Phänomen liefert er gleich mit. „Gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel kriegen wir Packungen, gegen die Spitzenteams stehen wir viel besser und verlieren oft nur knapp.“ In Schillingen soll seine Elf das Spiel machen und nicht mit Mann und Maus verteidigen. Sein Rezept ist ein schnelles Führungstor. „Vorausgesetzt, dass wir hinten sicher stehen, kann uns ein Führungstor Sicherheit geben. Dann muss Schillingen aufmachen und wir könnten kontern.“ Michael Zell hofft auf seine Routiniers: Gerd Feiten und Michael Weinachter gehen auch im Training voran, bringen Ruhe ins Spiel und können die Jüngeren motivieren. Mit Jens Quadflieg ist ein Angreifer gesetzt. „Jens war verletzt und studienmäßig in Bamberg unterwegs. Er ist jetzt wieder da.“ Die zweite Spitze ist derweil noch unklar. „Wir haben momentan einen guten Trainingsbetrieb und wollen das Spiel gewinnen. Wir erwarten ein kampfbetontes Spiel mit einem top motivierten, aber tiefstehenden Gegner“, sagt Zell.
Schillingen, So., 6.12., 12.30h