Gewinn‘ Du! Nein Du! Vor dem Topspiel des sechsten Spieltages schieben sich die SG Freudenburg und der VfL Trier gegenseitig die Favoritenrolle zu und überhäufen sich mit Komplimenten. Dabei gibt es bei beiden Teams nach den ersten Spieltagen keinen Grund für falsche Bescheidenheit. Beide sind mit der SG Hochwald II ungeschlagen und dominieren die Liga.
Tja, lieber VfL Trier, der erste Platz wäre Dein Preis gewesen. Allerdings vergeigten die Trierer das Auspacken des Geschenks und spielten im letzten Spiel gegen den SV Tawern II nur 1:1. „Das hat sich wie eine Niederlage angefühlt“, sagte VfL-Trainer Patrick Deutschen nach dem Spiel. Der VfL war wie immer torgefährlich, ohne aber das Tor wirklich zu treffen. Dieses Manko muss gegen die SG Freudenburg schleunigst beseitigt werden, denn diese lauert nun punktgleich auf dem ersten bzw. zweiten Platz. „Der VfL Trier steht nicht zu Unrecht so weit oben. Aber es ist schon lange her, dass wir gegen sie gespielt haben“, erinnert sich Freudenburgs Trainer Thomas Repplinger. Repplinger zufolge habe seine Mannschaft noch mehr Potenzial und seine Mannschaft sei immer noch nicht dort, wo viele sie sehen. Vielmehr klingt es nach schüchternem Understatement, wenn Repplinger sein Team lobt: „Wir haben uns bisher ganz gut geschlagen.“ Gegen den VfL wird eine schüchterne Spielweise zu nichts führen, denn dazu sind die Trierer zu abgezockt, zu gefestigt. Dort hat man gehörigen Respekt vorm Gegner: „Ich bin beeindruckt, wie schnell sich die Mannschaft nach dem Abstieg gefangen hat und ich glaube, dass dort sehr gut gearbeitet wird. Freudenburg hat vorne sehr viel Potenzial“, analysiert VfL-Coach Deutschen. Beide Trainer schieben sich gegenseitig die Favoritenrolle zu und reden den Gegner stark. Für Freudenburgs Trainer Repplinger ist der VfL „besser aufgestellt und Favorit“. Klar ist, dass die Zuschauer im Duell Erster gegen Zweiter ein echtes Topspiel sehen werden.