Dieses Spiel hätte auch locker 4:4 ausgehen können. In einem rasanten und teilweise fast schon hochklassigen Spiel haben sich der Meister SV Wasserliesch und der VfL Trier 2:2 getrennt. Wasserliesch ging in Führung, doch der VfL drehte mit einer leidenschaftlichen Leistung die Partie. Wiederum schlug Wasserliesch zurück und es blieb beim gerechten Unentschieden. Anschließend wurde die Meisterschaft ausgiebig gefeiert.

Die etwa 250 Zuschauer kamen in diesem Topspiel auf ihre Kosten. Für beide Mannschaften ging es eigentlich um nichts mehr, doch beide traten leidenschaftlich auf und feuerten aus allen Rohren. Schon in der ersten Halbzeit prüfte Wasserlieschs Christian Albrecht per Freistoß die Latte des Gästetores; beim VfL Trier prüfte Daniel Schlarb den Torhüter des SVW. Torreich wurde es in der 29. Minute, als Simon Schwindling auf das Gehäuse des VfL Trier zudribbelte, kurz zögerte und dann aus etwa 20 Metern den Ball ins Tor drosch. „Insgesamt war das ein Topspiel mit sehr hohem Tempo. Beide Mannschaften haben sehr offensiv gespielt“, sagte VfL-Trainer Patrick Deutschen. Der VfL kam nach dem Seitenwechsel besser in Schwung. Marco Neumann köpfte einen Eckball von Christian Guth in der 53. Minute zum Ausgleich ins Netz. Anschließend hatte Neumann erneut die große Chance nach einem Eckball, doch dieses Mal segelte der Ball am Tor vorbei. „Der VfL wollte unbedingt nochmal gewinnen und hat gut dagegengehalten“, sagte Wasserlieschs Trainer Carlo Lambert, der mit Maximilian Kintgen einen A-Jugendlichen im Tor spielen ließ. Dieser machte seine Sache ordentlich, konnte aber den Führungstreffer von Christian Guth in der 63. Minute nicht verhindern. Wasserliesch, das schon alles für die Feier nach dem Spiel bereitgestellt hatte, spielte dennoch weiter konzentriert und belohnte sich in der 78. Minute: Frederic Keip setzte sich durch, dribbelte alleine auf den Torwart zu und markierte den 2:2-Ausgleich. „Das war ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, deswegen ist das ein gerechtes Unentschieden“, sagte VfL-Coach Deutschen. Anschließend feierte der VfL gemeinsam mit dem Meister SV Wasserliesch den Saisonabschluss.

SV Wasserliesch: Kintgen – Kuschel, Weber, A. Adam (62. Hirchenhein), Albrecht – Schwindling, Ludwig, Keip, Knöppel (57. Becker) – M. Adam, Jost.

VfL Trier: Schilling – Lorenz, Britz (74. Schirschow), Thyroke, Kvalem – Guth, Neumann (74. Ibach), Schlarb, Cullmann – Schirrmann (83. Herz), Pickenhahn.