Das Verfolgerduell wirft keine langen Schatten voraus. Mit Gusenburg und Ruwertal treffen sich zwei Mannschaften, die eigentlich kaum noch Chancen auf Platz zwei oder eins haben. Da aber im Fußball nichts unmöglich ist, werden beide Teams wohl ihre allerletzte Chance suchen, um mit einem Sieg doch noch irgendwie im Aufstiegsrennen zu bleiben. Ruwertal jedenfalls geht im Hochwald leicht favorisiert ins viertletzte Spiel der Saison.
Ruwertals Trainer Mark Stüttgen ist Realist, aber kein ausgemachter Pessimist. Für ihn wird der Auftritt im Hochwald zur allerletzten Chance, die Option zu wahren. „Dieser Spieltag wird vieles beantworten: wer am Führungsduo dranbleibt und ob es Issel oder Waldweiler schaffen, die Konstellation oben nochmal spannend zu machen.“ In der Tat schwebt über den Partien von Leader Thomm II (zuhause gegen Waldweiler) und Verfolger Beuren (in Schweich gegen Issel) eine Menge Überraschungspotenzial. Bei Außenseitersiegen und einem gleichzeitigen Sieg in Gusenburg wäre Ruwertal wieder dick dabei. „Ich will dem vorbeugen, dass einige Spieler meinen, die Saison sei schon vorbei und es gebe keine Optionen mehr. Unmöglich ist aber im Fußball nichts. Wir müssen am Sonntag in Gusenburg gewinnen. Verlieren wir, ist der Zug nach oben defintiv abgefahren.“ Stüttgen will sein Team ebenso wenig abschreiben, doch er weiß, was auf ihn zukommt. „Gusenburg hat eine gute Mannschaft, die defensivstark agiert und immer für ein Tor gut ist. Mit Oliver Reis haben sie zudem einen starken Torwart, sie spielen extrem robust, sind zweikampfstark und werden nichts unversucht lassen, um uns zu schlagen.“ Hinter den Einsätzen von Thomas Benecke, Thomas Becker und Thomas Bauer stehen Fragezeichen. „Der Kader ist groß genug, wir werden, egal mit welcher Mannschaft auch immer, die letzte Chance nutzen“, so Stüttgen. Im Hinspiel tat sich sein Team beim 0:1 lange Zeit schwer. Gusenburgs Torwart Oliver Reis will die Minimalchance nutzen, um Platz zwei doch nochmal ins Visier zu nehmen. „Mit einem Sieg gegen Ruwertal und gleichzeitigen Niederlagen von Beuren und Osburg ist wieder alles möglich für uns.“ Doch einfach wird die Mission gegen den Tabellendritten nicht, denn Reis selbst wird aufgrund einer Schulterverletzung bis zum Saisonende ausfallen. Für ihn wird Thomas Schuh zwischen die Pfosten rücken. Gutes Omen: Schuh hielt bislang bei seinen vier Einsätzen seinen Kasten sauber.
Gusenburg, So., 26.04., 14.30h