Die SG Issel/Kenn hat ihr Heimspiel am Schweicher Schulzentrum gegen den nun ehemaligen Tabellenführer aus Gusenburg mit 2:0 gewonnen. Die Gastgeber, die auf dem künstlichen Grün mehr Vorteile als erwartet besaßen, wahren mit diesem Erfolg ihre Minimalchancen auf den Aufstieg. Während Gusenburg auf Rang drei durchgereicht wurde, darf Issel - auf Platz sechs liegend - wieder leise hoffen.
Es war die wohl letzte Chance für die Isseler, mit einem Sieg nochmals in das Aufstiegsgeschäft eingreifen zu können. Am Ende wahrte die Elf von Trainer Peter Klaar diese Möglichkeit. Der 2:0-Sieg war rundum verdient, hätte sogar höher ausfallen können. Die ersten 20 Minuten zündete Issel ein Feuerwerk, doch es dauerte bis zur 20. Minute, ehe auch Zählbares heraussprang. Hierbei konstatierte der Coach der Schweicher Vorstädter ein „Tor des Monats von Kevin Seitz“. Nach Vorarbeit von Christian Kleine nahm der zuvor angeschlagen ins Spiel gehende Seitz die Kugel aus circa 40 Metern volley und donnerte den Ball in Marco-van-Basten-Manier von der Torauslinie ins Tor – 1:0 (20.). Danach entwickelte Gusenburg mehr Druck nach vorn, doch richtig zwingend kam der ehemalige Tabellenführer nicht zu Chancen. Dadurch bekam Issel mehr Räume und dementsprechend Chancen.
Felix Angel besaß zwei Möglichkeiten, als er allein auf den Gusenburger Torwart Oliver Reis zulief, der jedoch stehen blieb und die Bälle entschärfte. Im zweiten Abschnitt kamen kaum noch Akzente der Gäste nach vorn. Issel kontrollierte das Geschehen und deckelte den Sieg in der 70. Minute, als Luca Schmitz nach einem Alleingang Reis ausspielte und zum 2:0 einschob. Die Gäste hatten so ihre Schwierigkeiten auf dem Kunstrasen, erreichten nie das spielerische Niveau der Isseler. Die spielstarken Gastgeber hätten durchaus höher gewinnen können, wäre da nicht Reis im Gästekasten gestanden, der weitere Schüsse von Martin Schätter und Schmitz abwehrte. „Wir hatten mit unserem Offensivspiel die Räume und konnten Gusenburg zu reiner Abwehrarbeit zwingen. Uns als spielstarkes Team kam der Kunstrasen entgegen“, freute sich Issels Peter Klaar.