Der Tabellenvorletzte Longuich empfängt den Achten aus Schweich zum Derby um die Ecke. Neutrainer Thorsten Lang verfügt als langjähriger Torwart eines etablierten Bezirksligisten über ausreichend Erfahrung, um bei seiner ersten Trainerstation auch Erfolg zu haben. Der Coach hat neben dem primär üblichen Klassenverbleib auch die Entwicklung der gesamten Mannschaft im Auge. Doch zunächst muss ein erstes Erfolgserlebnis her. Über die Kreisliga-C Mosel/Hochwald berichtet unser Redakteur Lutz Schinköth
Denn mit drei Punkteteilungen wartet das Team noch immer auf den ersten Sieg. Der im Vorjahr deutlich abgespeckte Kader muss derzeit die geballte Erfahrung von Andreas Diendorf und Peter Behr kompensieren. Denn beide Routiniers sind verletzt. Ohnehin habe Thorsten Lang einen sehr jungen Spielerkader an Bord. „Wir haben jetzt einen Stamm von acht, neun Leuten, die konstant bei jedem Spiel dabei sind. Wir haben uns – nimmt man die hohe Niederlage in Beuren mal aus – in den letzten Spielen gesteigert, doch das große Erfolgserlebnis fehlt.“ Auch gegen Schillingen war man einem Remis nahe. „Wir wollen hier eine konsequente Aufbauarbeit betreiben und den Klassenerhalt sichern. Es ist immer schwierig, jeden Sonntag eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bekommen. Die Erste hat Vorrang, ganz klar. Wichtig ist, dass in der Mannschaft eine Entwicklung erkennbar ist. Die Jungs ziehen gut mit, es macht schon richtig viel Spaß.“ Thorsten Lang muss bei seiner ersten Station als Trainer „viel mehr Organisationsaufwand leisten. Ich will meine Erfahrungen weitergeben und eine motivierte Mannschaft aufbauen. Als Trainer zu arbeiten ist was ganz anderes“, sagt Lang. Gegen die Mosella zum Derby plant der Longuicher Coach wieder mit Christian Schaus. Der hat seine drei Spiele Sperre abgesessen und ist wieder spielberechtigt. Nur Johannes May ist noch weiter verletzt. Fraglich scheint der Einsatz des 29-jährigen Kapitäns Steffen Müller, der auch den Abwehrchef gibt. Bei der?Mosella fehlen mit Markus Schmitt, Daniel Lesenko, Carsten Köhnen, Stefan Grünen, Eugen Scharnin, Björn Mannerhans, Tobias Kopp, Lars Herrmann und Christian Hofer fast eine komplette Mannschaft aus unterschiedlichen Gründen. „Der Kader ist aber groß genug“, sagt Andre Badem, seit drei Jahren auf der Schweicher Kommandobrücke. „Wir haben das Glück, dass etliche Spieler variabel einsetzbar sind. Wir wollen uns in Longuich die verlorenen Punkte aus dem Mehring-Spiel zurückholen. Wir setzen auf die Rotation.“
Longuich, So., 05.10., 12.30h